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| Im Ziegelhüttenweiher tummeln sich jetzt ganz viele Kaulquappen. Foto: S. Neugebauer |
Weblog der Agendagruppe Umwelt der Gemeinde Weilrod im Hochtaunuskreis
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Sonntag, 5. Mai 2013
Freitag, 15. März 2013
Wertvolle botanische Vielfalt im Weilroder Schlossgarten
Exkursion des Forstamtes und der Lokalen Agenda 21 zu den Kernflächen, die unter strengem Naturschutz stehen und nicht mehr bewirtschaftet werden
Artikel aus dem Usinger Anzeiger vom 13. März 2013
WEILROD (sn).
Eine der vier Säulen des Wald-Naturschutzes stand am Samstag im Mittelpunkt einer Exkursion, zu der die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod zusammen mit dem Forstamt Weilrod eingeladen hatte. Thomas Götz vom Forstamt stellte den zehn Interessierten die ausgewählten Kernflächen vor.
Und gleich hinter dem Forstamt auf Schloss Neuweilnau war die erste Fläche zu finden, die in Zukunft für eine Bewirtschaftung tabu ist. Götz, der im Forstamt unter anderem für Naturschutzbelange zuständig ist, erläuterte die Gründe für die Auswahl dieser etwa 10 Hektar großen Fläche. Damit stellt der Schlosshain schon fast die Hälfte der 23 Hektar, die von den 1200 Hektar Staatswald auf Weilroder Gemarkung als Kernflächen unter Schutz gestellt werden. Der Schlosshain beherberge etwa 20 verschiedene Baumarten, betonte Götz, und weise damit eine hohe Vielfalt auf. Das Vorkommen der Bergulme hier sei das einzige im gesamten Forstamtsbezirk, nachdem das vom Ulmensplintkäfer übertragene Ulmensterben die meisten Bestände vernichtet hat. Außerdem gebe es hier Exoten wie die Douglasie. Diese etwa 90 Jahre alten Bäume überragen den übrigen Bestand. Aber auch Linde, Spitzahorn, Bergahorn, Weißtanne, Esche, Buche, Hainbuche, Eiche und noch einige mehr wurden hier zum Teil durch die Förster angepflanzt, die schon seit fast 200 Jahren auf dem Schloss residieren. Hinzu kommt eine vertikale Schichtung des Bestandes. Denn auch Naturverjüngung lässt sich hier nach dem Gewittersturm von 2011 beobachten. Die Vielfalt eines Bestandes sei ein Kriterium für die Auswahl als Kernfläche neben dem Alter der Bäume gewesen, betonte der Forstmann. Ein weiteres Kriterium seien Sonderbiotope im Wald, wie Felsformationen.
So führte Götz die Gruppe zu der 3,6 Hektar großen Fläche am Homberg, die durch zahlreiche bemooste Felsen mit ihren Spalten gekennzeichnet ist. Die Kronen der 160 Jahre alten Buchen hier beginnen sich bereits zu zersetzen. Und dieses stehende und später auch liegende Totholz ist für viele Holz zersetzende Flechten, Moose und Pilze, aber auch für Totholz bewohnende Insekten -hier ist der Hirschkäfer ein bekanntes Beispiel- als Lebensraum notwendig. 185 Jahre alte Buchen dominieren den Bestand auf der 1,4 Hektar großen Fläche bei Cratzenbach. Astlöcher und Spalten in den Bäumen bieten hier ideale Bedingungen für Fledermäuse und Spechte. „Dieser Bestand ist noch als Wirtschaftswald deklariert, hat aber keine hohe Holzqualität mehr“, berichtete Götz. Damit sei der wirtschaftliche Verlust überschaubar, aber der ökologische Gewinn hoch.
Eine vierte Fläche, die auf dem Exkursionsplan stand, wäre vom Eichenbestand her eine Wunschfläche des Forstamts gewesen. Doch da sie bei Emmershausen zwischen der Weilstraße und dem Weiltalweg liegt, muss hier wegen der Verkehrssicherheit doch gelegentlich ein alter Baum gefällt werden. „300 Jahre Nachhaltigkeit, diese Bäume können etwas darüber erzählen“, veranschaulichte Götz den von Hannß Carl von Carlowitz vor drei Jahrhunderten erstmals eingeführten Begriff, denn die hier wachsenden Eichen seien genau so alt. Diese alten Eichen mit ihren Höhlen und Spalten werden aber als Habitatbäume trotzdem von den Förstern erhalten, denn dies ist die zweite Säule der Waldnaturschutzes, zu dem auch der Naturschutz-Kodex des Forstes und die Arten- und Habitatpatenschaften einzelner Forstämter zählen, sowie eben das Kernflächenkonzept mit seinen zukünftigen Urwald-Parzellen. „Das Konzept kann gerne von den Kommunen übernommen werden“, betonte Götz, denn bisher hat Hessen-Forst nur im Staatswald Kernflächen ausgewiesen. Das sei zunächst eine Selbstverpflichtung, diese Flächen aus der Nutzung zu nehmen. Nur wenn die Flächen als Ausgleichsflächen einem Eingriff zugeordnet werden, dann werde damit eine Rechtsverbindlichkeit geschaffen, wie beispielsweise bei der Cratzenbacher Fläche, die dem Eingriff durch ein Windrad zugeordnet wird.
Sabine Neugebauer
Donnerstag, 21. Februar 2013
Warum wertvolles Getreide nicht in den Pkw-Tank gehört; Usinger Anzeiger vom 21.2.2013
RIEDELBACH (sn).
„Agrosprit hält Hunger fit! - Getreide ist zum Essen da!“ Zu diesem Ergebnis kam die Klasse R10 b der Max-Ernst-Schule in Riedelbach.
Im Rahmen des bundesweiten Schülerwettbewerbes zur politischen Bildung hatten sie sich für die Wahl eines freien Themas entschieden. So widmeten sie sich seit September bis zum Abgabeschluss am 1. Dezember dem Problem der Erzeugung von Biosprit E10 auf Anbauflächen für Lebensmittel. Dazu stellten sie Grundwissen über E10 zusammen, machten Umfragen bei Verbrauchern an Tankstellen über ihr Tankverhalten, befragten eine Tankstellenbesitzerin und besuchten ein Öltanklager des Erich Doetsch Mineralölhandels in Andernach.
Aber sie suchten auch nach anderen Ursachen für den Welthunger. Außer der Nutzung von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Produkten wie Zuckerrohr für die Ethanolgewinnung wird Getreide auch für die Mästung von Tieren eingesetzt. „Die Verfütterung von Getreide und Soja zur Erzeugung von Tierfleisch ist Verschwendung, denn das Getreide könnte an die hungernden Menschen verteilt werden“, schreiben die Jugendlichen in ihrem Artikel „E10-Boykott ist nicht genug“. Ihr gesammeltes Wissen stellte die Klasse am Elternsprechtag an einem Infostand vor.
Und sie schrieben auch eine Protestmail an Bundesumweltminister Peter Altmeier. Für ihre Bemühungen heimsten die Zehntklässler unter Leitung ihrer Lehrerin Heike Scharfe-Diebel jetzt einen zweiten Platz des Bundeswettbewerbs ein und erhielten dafür ein Preisgeld von 1000 Euro. Diese sollen zum Teil in die Abschlussfahrt und zum Teil in Klassen-T-Shirts zum Abschluss investiert werden. In diesem Jahr nahmen 2599 Klassen und Gruppen an dem Wettbewerb zur politischen Bildung teil, der seit 1971 ausgelobt wird.
Freitag, 4. Mai 2012
Freitag, 27. April 2012
Schwalbensichtungen in Rod an der Weil!
Liebe Naturfreunde,
gestern bekam ich einen Anruf aus Rod an der Weil: Die ersten Mehlschwalben sind da! Und sie werden dort in der Straße „Im Seifen“ auch in ihren Nestern am Haus geduldet. Auch in Riedelbach habe ich heute die ersten beiden Mehlschwalben gesehen. Leider haben Nachbarn, bei denen sie auch schon mal genistet hatten, ihr Haus renoviert und dort jetzt unter dem Dachüberstand ein Netz gespannt, damit sie dort keine Nester mehr bauen können. Schade!
Viele Grüße
Sabine Neugebauer
Montag, 23. April 2012
Freiwillige Gärtner pflanzen 1650 Stecklinge
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| Foto: Zahlreiche Emmershäuser sind dem Hilferuf der Jagdpächter Roland Fetz und Manfred Möbs gefolgt und helfen die Sträucher „der Erde zu übergeben“. |
Arbeitseinsatz für eine Feldhecke in der Emmershäuser Feldgemarkung - Niederwild wie Rebhühner und Hasen sollen wiederkommen
EMMERSHAUSEN (sn).
Pfaffenhütchen, Roter Hartriegel, Kreuzdorn, Heckenkirsche, Berberitze und Ohrweide, aber auch Haselnuss, Weißdorn, Schlehe, Wildrosen und Liguster, insgesamt 1650 Pflanzen, warteten am Samstagmorgen auf dem Hänger. Und Jagdpächter Roland Fetz, sein Mitpächter Manfred Möbs, ihr Jagdgast Dr. Christoph Schummer, Jagdaufseher Klaus Franz und sein Sohn Simon Franz warteten am Jagdhaus bei Emmershausen auf Helfer.
Und sie wurden nicht enttäuscht. Etwa 30 Emmershäuser Bürger, auch aus dem Wochenendhausgebiet, einige Mitglieder der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod und sogar ein Naturschützer aus Grävenwiesbach versammelten sich dort, um „die Pflanzen dem Boden zu übergeben“, so Fetz. In einer Karawane aus PKW und Traktoren zogen die freiwilligen Gärtner in Richtung Struthgraben. Denn die Jagdpächter hatten geplant hier, eine Feldhecke entlang des Grabens anzulegen.
Die ehemaligen Wegeparzellen waren bereits in Abstimmung mit der Gemeinde Weilrod abgesteckt und gefräst worden. So konnten die Helfer, aufgeteilt auf zwei Gruppen, gleich los legen. In sechs bis sieben Reihen hackten oder gruben sie Löcher, in die die mit einem Wurzelschnitt vorbereiteten Sträucher gesetzt wurden. Und dank der großen Anzahl an Freiwilligen -ein Indiz für das gute Verhältnis der Emmershäuser Bürger zu ihrem Jagdpächter- waren die Flächen bereits bis zum Mittag fertig gestellt. Die Zahl der Pflanzen war sogar so reichlich, dass ein Streifen entlang der Wiese zusätzlich bepflanzt werden konnte, wo ursprünglich die Anlage einer Benjeshecke geplant war. Diese Heckenpflanzung ist Teil eines Gesamtkonzeptes, das vom Wildbiologen Dr. Dr. Dieter Selzer von der Unteren Naturschutzbehörde und Revierförster Jörg Erwe entwickelt wurde, um hier Niederwild wie Rebhühner und Hasen wieder anzusiedeln. So sollen neben niedrigen Feldhecken auch Altgrasbestände und Blütenwiesen dazukommen, um einen vielfältigen Lebensraum zu fördern. Mit den Landwirten, die die angrenzenden Flächen bewirtschaften, ist besprochen, dass diese an den Ackerrändern Stoppel- und Getreidestreifen bei der Ernte stehen lassen. „Das mildert den Ernteschock“, begründete Roland Fetz diese Maßnahme. Sonst fänden die Tiere von einem Tag auf den anderen keine Nahrung mehr. Er freute sich, dass so viele Freiwillige seinem Hilferuf Folge geleistet hätten, sagte der Jagdpächter bei der Begrüßung. Sein Hauptmotiv sei, dass er auf die Jagd gehen wolle, gab er zu, aber er hoffte auch, dass diese Gestaltung der Landschaft „auch über uns hinaus Bestand haben“ wird. Damit dies auch gewährleistet ist, werden die Gehölzpflanzungen in den ersten Jahren gegen Wildverbiss eingezäunt. Dieses wird in den nächsten Tagen erfolgen, genau wie ein Pflanzschnitt, der den Gehölzen beim Anwachsen hilft. Außerdem werden in der Gemarkung noch Wildobstbäume wie Mehlbeere, Elsbeere, Apfel, Birne und auch Speierling gepflanzt. In den kommenden Jahren möchten die Jagdpächter die an diesem Wochenende gelegte „Keimzelle“ mit weiteren Trittsteinen ergänzen, um eine reich strukturierte Landschaft als Lebensraum für eine Vielzahl an Niederwild- aber auch Vogel- und Insektenarten zu entwickeln.
Die ehemaligen Wegeparzellen waren bereits in Abstimmung mit der Gemeinde Weilrod abgesteckt und gefräst worden. So konnten die Helfer, aufgeteilt auf zwei Gruppen, gleich los legen. In sechs bis sieben Reihen hackten oder gruben sie Löcher, in die die mit einem Wurzelschnitt vorbereiteten Sträucher gesetzt wurden. Und dank der großen Anzahl an Freiwilligen -ein Indiz für das gute Verhältnis der Emmershäuser Bürger zu ihrem Jagdpächter- waren die Flächen bereits bis zum Mittag fertig gestellt. Die Zahl der Pflanzen war sogar so reichlich, dass ein Streifen entlang der Wiese zusätzlich bepflanzt werden konnte, wo ursprünglich die Anlage einer Benjeshecke geplant war. Diese Heckenpflanzung ist Teil eines Gesamtkonzeptes, das vom Wildbiologen Dr. Dr. Dieter Selzer von der Unteren Naturschutzbehörde und Revierförster Jörg Erwe entwickelt wurde, um hier Niederwild wie Rebhühner und Hasen wieder anzusiedeln. So sollen neben niedrigen Feldhecken auch Altgrasbestände und Blütenwiesen dazukommen, um einen vielfältigen Lebensraum zu fördern. Mit den Landwirten, die die angrenzenden Flächen bewirtschaften, ist besprochen, dass diese an den Ackerrändern Stoppel- und Getreidestreifen bei der Ernte stehen lassen. „Das mildert den Ernteschock“, begründete Roland Fetz diese Maßnahme. Sonst fänden die Tiere von einem Tag auf den anderen keine Nahrung mehr. Er freute sich, dass so viele Freiwillige seinem Hilferuf Folge geleistet hätten, sagte der Jagdpächter bei der Begrüßung. Sein Hauptmotiv sei, dass er auf die Jagd gehen wolle, gab er zu, aber er hoffte auch, dass diese Gestaltung der Landschaft „auch über uns hinaus Bestand haben“ wird. Damit dies auch gewährleistet ist, werden die Gehölzpflanzungen in den ersten Jahren gegen Wildverbiss eingezäunt. Dieses wird in den nächsten Tagen erfolgen, genau wie ein Pflanzschnitt, der den Gehölzen beim Anwachsen hilft. Außerdem werden in der Gemarkung noch Wildobstbäume wie Mehlbeere, Elsbeere, Apfel, Birne und auch Speierling gepflanzt. In den kommenden Jahren möchten die Jagdpächter die an diesem Wochenende gelegte „Keimzelle“ mit weiteren Trittsteinen ergänzen, um eine reich strukturierte Landschaft als Lebensraum für eine Vielzahl an Niederwild- aber auch Vogel- und Insektenarten zu entwickeln.
Usinger Anzeiger, 23.4.2012
Sonntag, 8. April 2012
Podiumsdiskussion "Windkraft im Hochtaunuskreis"
Der DGB veranstaltet am Dienstag, den 17. April, um 19 Uhr in der Hugenottenkirche, Marktplatz 23, in Usingen eine Podiumsdiskussion zum Thema „Windkraft im Hochtaunuskreis“.
Das Einführungsreferat hält Dr. Justus Brans vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema „Akzeptanz der Windenergie“.
Auf dem Podium diskutieren Birgit Simon vom Regionalverband Frankfurt Rhein-Main, Hermann Maxeiner, BUND Hessen, und Frederik Moch, DGB Bundesvorstand, unter Moderation von Frank Bugge, Usinger Anzeiger. (sn)
Freitag, 6. April 2012
Kauf kein Ei mit einer Drei - NABU empfiehlt gesunde Bio-Eier zu Ostern
NABU Waldems informiert
Waldems (fra) ) Es ist wieder soweit – das Osterfest steht vor der Tür, und nicht nur Kinder freuen sich auf die bunten Ostereier. Der informierte Verbraucher aber weiß: Ei ist nicht gleich Ei. Der NABU empfiehlt deshalb, zu Ostern nur tier- und umweltgerecht erzeugte Eier zu kaufen. „Der Zahlencode auf den Eiern gibt Auskunft über ihre Herkunft“, erklärt Jürgen Reimann, 1. Vorsitzender der Ortsgruppe Waldems im NABU Hessen. Nur Eier mit einer „0“ als erster Ziffer stammen aus gesunder ökologischer Freilandhaltung. Eier mit der Ziffer „3“ werden in tierquälerischer Käfighaltung produziert.
“Über Legebatterien und deren unverantwortliche Haltungssysteme muss wohl kaum mehr ein Wort verloren werden. Weniger präsent sind die Umweltwirkungen solch einer Eierfabrik. Die Massentierhaltung belastet die Atmosphäre mit klimaschädlichen Methanemissionen und verschmutzt das Grundwasser”, so der Waldemser NABU-Chef. Doch nicht nur die Tiere und die Umwelt leiden unter dieser Art der Eierproduktion. Antibiotika im Hühnerfutter oder Salmonellen in Batterie-Eiern können auch die Gesundheit der Verbraucher gefährden. Daher sollte beim Eierkauf eine bewusste Entscheidung gegen die Käfighaltung und für Bio-Produkte getroffen werden – am besten aus der Region.
Einen Überblick über die verschiedenen Haltungsformen und Produktionsweisen von Hühnereiern gibt der europaweit gültige Zahlencode. Er gibt Auskunft darüber, woher ein Ei stammt. Vor allem auf die erste Ziffer kommt es an: Das Ei mit der Null als erster Ziffer kommt aus ökologischer Freilandhaltung und ist damit unter den Aspekten Gesundheit sowie Tier- und Umweltschutz einwandfrei. Das Ei mit einer Eins stammt ebenfalls aus Freilandhaltung, die Hühner bekommen allerdings nicht unbedingt ökologisches Futter und haben auch weniger Platz. Das Ei mit der Zwei als erster Ziffer kommt auch aus einem Bodenhaltungsbetrieb, jedoch meist in geschlossenen Ställen. Auch sind hier Antibiotika im Futter erlaubt. Immerhin können sich die Tiere noch frei bewegen, flattern und scharren, wie es ihrer Natur entspricht.
Das Ei mit der Drei schließlich stammt mit Sicherheit aus tierquälerischer Käfighaltung. Tierfreunde kaufen solche Eier nicht. Nach den Ziffern 0, 1, 2 oder 3 steht ein Kürzel, das das Herkunftsland angibt. So steht zum Beispiel DE für Deutschland, AT für Österreich, usw.
Pressemitteilung NABU Waldems 7/2012 vom 3. April 2012
Wer Fragen zu dieser und anderen Naturschutzfragen hat, kann sich gerne wen-den an den 1. Vorsitzenden Jürgen Reimann, Fon: 06087.2247 oder per Mail: Vorsitzender@NABU-Waldems.de Außerdem informiert der NABU-Bundesverband auf seiner Internetseite http://www.nabu.de/oekologischleben/essenundtrinken/ ausführlich über verschiedene Aspekte zum ökologischen und gesunden Essen & Trinken.
Mittwoch, 21. März 2012
Bitte fliegende und nistende Schwalben melden! Usinger Anzeiger vom 21.03.2012
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| Foto: Junge Rauchschwalbe |
NEUWEILNAU (sn).
Mitte April kommen die ersten zurück. Dann ist wieder das sommerliche Schwätzen zu hören. Mehl- und Rauchschwalben flitzen pfeilschnell durch die Lüfte und fangen Insekten weg. Und sie suchen sich ihre Brutplätze. Mehlschwalben bevorzugen dabei Dachüberstände außen an Gebäuden. Leider lassen sie dabei im Anflug ihren Kot fallen und beschmutzen so die Fassaden.
Die Jungen sind zwar „stubenrein“, aber darum sind ihre Hinterlassenschaften unter dem Nest zu finden. Hier helfen schmale Kotbretter, die etwa 30 bis 50 Zentimeter unter dem Nest angebracht werden und den Anflug der Eltern nicht behindern.
Dies alles berichtete Vogelexperte Horst Bender vom NABU Idstein den Mitgliedern der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod bei ihrer jüngsten Sitzung in der Espabar in Neuweilnau am Montagabend. Anlass war, dass immer wieder beobachtet wird, wie Hausbesitzer -aus gutem Grund- das Nisten der Mehlschwalben an ihrem Haus vergällen. Vor allem die Frage, ob Schwalbenhäuser, wie sie in Idsteiner Ortsteilen stehen, sinnvoll sind, beschäftigte die Gruppe. Bender erzählte, dass von den sieben Idsteiner Schwalbenhäusern drei noch leer stünden. Andere seien sofort angenommen worden und beherbergten bis zu 50 Brutpaare. Erfolg habe auch das Beschallen mit den Geräuschen von nistenden Mehlschwalben gebracht, da sie gerne in Kolonien brüten, im Gegensatz zu den Rauchschwalben, die Einzelbrüter sind. Diese suchen sich ihre Nistplätze gerne in Ställen, bevorzugt von Reiterhöfen, überdachten Remisen und in Riedelbach sogar in einer Autowaschanlage. Für Rauchschwalben seien die Schwalbenhäuser daher nicht geeignet. So ein Nistangebot müsse auf jeden Fall in der Ortslage stehen, betonte Bender, dort wo in der Nähe Mehlschwalben nisteten. Und der Anflug muss frei sein, da die fleißigen Insektenvertilger immer von unter her ihr Nest anfliegen. So ein Schwalbenhaus koste fertig mit Fundament und Aufbau 7 800 Euro, der Bausatz ohne Stahlmast 3 200 Euro, der Mast extra noch einmal 690 Euro, berichtete Bender. Dann kämen noch über 100 Arbeitsstunden hinzu das Ganze zusammenzubauen und aufzustellen. Kunstnester für Mehlschwalben einschließlich Kotbrett seien schon für 20 Euro zu haben, doch dann sei eine gewisse Verschmutzung des Gebäudes zu tolerieren. Eine Reinigung der Nester alle ein- bis zwei Jahre sei sinnvoll.
Bevor die Agendagruppe sich in solch ein finanzielles Abenteuer stürzt, will sie zunächst einmal herausfinden, wo die beiden Schwalbenarten -noch- vorkommen.
Dazu bittet die Gruppe Beobachtungen von fliegenden und nistenden Schwalben zu melden, sobald diese wieder aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt sind. Meldungen nehmen der Vorsitzende der Gruppe, Albrecht Cromm, unter 06083-958735 oder Sabine Neugebauer unter 06083-941031 entgegen.
Idee: Diskurs übers Landschaftsbild; Taunus Zeitung vom 20.03.2012
Idee: Diskurs übers Landschaftsbild
Der zum Teil massive Rückschnitt von Schwarz-Erlen und Weiden entlang der Weil und anderer Bachläufe bewegt die Gemüter in Weilrod. Jetzt hat sich auch ein Grundstückseigentümer zu Wort gemeldet.
Weilrod. "Radikaler Kahlschlag", meinen die einen. Als "notwendige Maßnahme im Rahmen der Landschaftspflege" bezeichnen die anderen den Rückschnitt des Baumbestandes im Weiltal (TZ berichtete).
Nun hat sich Grundstückseigentümer Hermann Türk zu Wort gemeldet, der seine Sicht der Dinge erläutert. "Richtig ist, dass ein wesentlicher Teil des sogenannten Kahlschlages – nämlich von der Brücke bis zu meiner Wiese – unsinnigerweise von Hessen-Forst angeordnet wurde, da hier keine landwirtschaftliche Nutzung beeinträchtigt ist. Als ich eintraf, war auf jeden Fall dieser Bereich bereits total gerodet", sagte Türk.
Alle älteren Bürger, und vor allem die Landwirte, wüssten, dass der beanstandete Zustand am Ufer der Weil exakt dem früheren Zustand des Bachlaufes im Weiltal entspricht. Einen Wildwuchs der Bäume im Uferbereich der Weil habe es früher nicht gegeben, da die Landwirtschaft auf jeden Quadratmeter Grünland angewiesen war.
Die jüngste Fällaktion sei mit dem Ziel verfolgt worden, die heute übliche maschinelle Bewirtschaftung der Wiesen entlang der Weil auch im ufernahen Bereich sicherzustellen. "Im Bereich meiner Wiesen wurde das letzte Ziel nicht erreicht. Ich bin deshalb gezwungen, weitere Baumschnittmaßnahmen selbst vorzunehmen", sagte Türk.
Der Neuweilnauer wundert sich zudem über die Kritik des Forstamtes am Kahlschlag auch deshalb, "weil nach deren eigener Meinung die vielen Bäume entlang der Weil mit ein wesentlicher Grund für das alljährliche Trockenfallen unserer Weil sind". Grundsätzlich moniert Türk die seit 50 Jahren unterbliebene Pflege des Bachlaufes. "So werden wir den Tourismus in Weilrod nicht aktivieren können", lautet die Kritik des CDU-Gemeindevertreters Türk.
Wer nun den Kahlschlag an einigen Stellen der Weil zu verantworten hat, scheint strittig. Grundstückseigentümer Hermann Türk und das Forstamt Weilrod haben dabei unterschiedliche Sichtweisen. Auf Anfrage der TZ wollte sich das Forstamt nicht weiter dazu äußern, wer denn nun welchen Umfang der Rodungsaktion zu verantworten hat.
Positionen ausgetauscht
"Wir haben mit dem betroffenen Grundstückseigentümer gegensätzliche Positionen. Wir haben diese ausgetauscht und dann abgestimmt, wie wir künftig Maßnahmen der Landschaftspflege entlang der Weil umsetzen werden", teilte dazu Forstamts-Mitarbeiter Thomas Götz auf TZ-Anfrage mit.
Bedeutsamer erscheint ihm ein öffentlicher Diskurs über das Thema, weshalb er Antworten auf die Frage, wie sich die das Landschaftsbild im Weiltal künftig entwickeln soll, gerne auf eine breitere Basis gestellt haben möchte. "Ich kann mir gut vorstellen, dass die Agenda-Gruppe das Thema "Landschaftspflege" aufgreifen kann. Dazu könnte man Mitarbeiter der Naturschutz- und Wasserbehörden und interessierte Bürger einladen", schlägt Götz vor. (map)
Artikel vom 20. März 2012, 03.24 Uhr (letzte Änderung 20. März 2012, 05.04 Uhr)
gebloggt von fnp.de
Link:
Dienstag, 20. März 2012
Die Wacholderretter; Taunus Zeitung vom 20.03.2012
Artikel aus der Taunus Zeitung vom 20. März 2012 über den Arbeitseinsatz der Umweltgruppe in der Riedelbacher Heide:
Sabine Neugebauer
Sonntag, 18. März 2012
Pflegeeinsatz Riedelbacher Heide am 17.03.2012
RIEDELBACH (sn).
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| ebenfalls ein "Aktiver" |
Im Gebiet rund um die Riedelbacher Heide tummelten sich am
Samstagvormittag zahlreiche Aktive. Der Sportfliegerclub Riedelbach nutzte das
schöne Wetter, um in die Luft zugehen. Die vier- und zweibeinigen Schüler der
Hundeschule Monika Groß lernten ein paar neue Lektionen. Der Motorsportclub Riedelbach baute an den Sektionen für den Fahrradtrial-Parcours, die beim
Hessen-Cup und der Europameisterschaft zum Einsatz kommen werden. Die "Heidebube“ füllten mit Erde und Grassamen die Fahrspuren in ihrem Sportplatz.
Und auch im
Naturschutzgebiet (NSG) Riedelbacher Heide brummte es. Neun Heidegärtner,
darunter drei „Ersthelfer“, waren hier mit Freischneider, Motorsäge, Traktor
und Astschere im Einsatz. Um den Wacholderbüschen zu Licht und Luft zu verhelfen,
schnitten sie die unerwünschten jungen Birken, Eichen, Buchen und den Ginster
ab.
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| Auch dem Ginster rückte die Arbeitgruppe mit Astscheren und einem Freischneider zu Leibe, da er sich stark versamt und so das Heidekraut sowie den Borstgrasrasen unterdrückt. |
Und zur Halbzeit hupte der Vorsitzende der Umweltgruppe der Lokalen Agenda
21 Weilrod, Albrecht Cromm, und rief zum gemeinsamen Frühstück. Denn auch eine
gute Stärkung gehört bei den Arbeitseinsätzen dazu.
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| Auch das gehört zum Arbeitseinsatz dazu: In gemütlicher Runde stärken sich die freiwilligen Helfer aus den Reihen der Riedelbacher Bürger. |
Regelmäßig ein- bis zweimal
im Jahr ruft die Umweltgruppe zu Pflegeeinsätzen in dem Naturschutzgebiet auf,
denn nur durch regelmäßiges Eingreifen kann dieses durch Übernutzung durch den
Menschen entstandene Kulturbiotop in seinem Zustand erhalten werden. Und die
„Stammmannschaft“ aus den Reihen der Riedelbacher Bürger folgte dem Aufruf und
brachte noch ein paar neue Gesichter mit.
Das Schnittgut luden die Helfer auf
den Traktorhänger, um es außerhalb des NSG nach Angaben des Forstamtes
abzuladen. Denn dem Forstamt Weilrod obliegt die Pflege der Heide. Seitens des
Forstamtes wird die Fläche auch gemulcht, so dass nur in Randbereichen und in
den Wacholdergruppen Handarbeit nötig ist. Ein bis zweimal im Jahr helfen auch die
Schafe der Schäferei Berbalk aus Wüstems mit, den Aufwuchs klein zu halten. Und
so konnten in den vergangenen Jahren Spaziergänger im August wieder vermehrt
das Heidekraut blühen sehen.
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| Eine Waldeidechse nutzt die Märzsonnestrahlen in der Riedelbacher Heide, um sich zu wärmen. |
Donnerstag, 15. März 2012
Mittwoch, 14. März 2012
Lockruf an Hasen und Vögel
Jagdpächter Roland Fetz plant in der Gemarkung Emmershausen die Anlage von Hecken als Biotop
Sabine Neugebauer
Mittwoch, 29. Februar 2012
Erster Sammelerfolg am Krötenzaun
Heute Morgen am 29.2. waren bei etwa 5° an der Ziegelhütte insgesamt 70(!) Grasfrösche in den Eimern.
An der Emmershäuser Hütte ließ sich erste eine Erdkröte blicken. Weiteres zu den Sammelerfolgen unter:http://weiltalamphibien.blogspot.com/
Sabine Neugebauer
Freitag, 24. Februar 2012
Dienstag, 21. Februar 2012
Unüberwindbarer Wegweiser in den rettenden Fangeimer; von usinger-anzeiger.de
ROD AN DER
WEIL/EMMERHAUSEN (sn).
400 Meter Amphibienzaun sollen in diesem Frühjahr wieder
zahlreichen Kröten, Fröschen und Molchen im Weiltal das Leben retten. Die
Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod stellte am Samstag die beiden
Zaunabschnitte an der Ziegelhütte und an der Emmershäuser Hütte auf.
Denn die
Teiche nahe der Weilstraße locken jedes Jahr zahlreiche Amphibien aus dem
umliegenden Wald zum Laichen an. Dabei müssen diese jedoch die Weilstraße
überqueren, was vielen zum Verhängnis wird. Und darum soll das grüne Band des
Zaunes die Tiere zu den Fangeimern leiten, die dann morgens und abends kontrolliert
und auf der anderen Straßenseite geleert werden. Noch haben die Mitglieder der
Umweltgruppe den Zaun jedoch nicht geschlossen, da in den nächsten Tagen wegen
des noch gefrorenen Bodens nicht mit dem Beginn der Wanderung gerechnet wird. Bei
Bedarf wird der untere Rand des Zauns schnell mit den Metallhaken am Boden
befestigt, so dass er für die Amphibien nicht mehr zu überwinden ist.
Das
Material wurde von Spenden aus der Bevölkerung angeschafft und kann jedes Jahr
wieder verwendet werden. Doch noch klafft eine Lücke in der Kasse der
Umweltgruppe.
Deswegen bittet der Vorsitzende Albrecht Cromm um Spenden auf das Konto der Lokalen
Agenda von Sabine Neugebauer, Konto-Nummer 3304343555 bei der Nassauischen
Sparkasse, BLZ 510 500 15.
![]() |
| Zaunaufbau am 18.02.2012 |
gebloggt von: usinger-anzeiger.de
Montag, 20. Februar 2012
Arbeitseinsatz Riedelbacher Heide am 17.03.2012
Die
Lokale Agenda 21 Weilrod, Gruppe Umwelt, ruft für Samstag, den 17. März, zu
einem Arbeitseinsatz in der Riedelbacher Heide auf. Hier sind wieder junge
Bäume und Sträucher zu entfernen, die dem Heidekraut und dem Wacholder Licht
und Raum streitig machen. Astscheren und Handschuhe sind mitzubringen.
Treffpunkt ist um 9 Uhr am Sportplatz Riedelbacher Heide. Meist dauert der
Arbeitseinsatz bis gegen 14 Uhr, aber auch wer weniger Zeit erübrigen kann, ist
herzlich willkommen. Für ein zweites Frühstück und Getränke wird gesorgt. Bei
schlechtem Wetter findet der Arbeitseinsatz nicht statt.
Die Umweltgruppe
bittet um Anmeldung bei Sabine Neugebauer unter Telefon 06083-941031.
Sonntag, 29. Januar 2012
Amphibienschutz
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| Ziegelhütte |
Im Sommer 2010 machten mehrere Cratzenbacher Tierschützer die
Agendagruppe Umwelt darauf aufmerksam, dass an der "Ziegelhütte" bei Rod
an der Weil im Frühjahr bei der Laichwanderung regelmäßig zahlreiche
Amphibien beim Überqueren der Weilstraße getötet werden. Die Amphibien
wandern aus dem Weiltal in Richtung der Fischteiche an der Ziegelhütte
zum Ablaichen. Dabei müssen sie die Weilstraße überqueren. Aber auch im
Bereich der Straße nach Cratzenbach gibt es das Problem, nur ist diese
Straße nicht ganz so viel befahren. Deswegen entschloss sich die
Agendagruppe, zunächst einen Amphibienzaun unterhalb der Ziegelhütte
aufzustellen, auch um erste Erfahrungen zu sammeln.
| Aufstellung des Krötenzaunes |
Bei einem Arbeitseinsatz am 26. Februar 2011 stellte die Gruppe
Umwelt mit der Unterstützung von weiteren Tierschützern 200 Meter des
Amphibienschutzzaunes unterhalb der "Ziegelhütte" auf.
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| Amphibienschutzzaun |
Der spezielle Amphibienschutzzaun der Firma Schwegler wurde zum
Teil durch Spenden und zum Teil aus Eigenmitteln der Agenda finanziert.
Nach Abschluss der Laichwanderung wird er wieder abgebaut, um eine
ungehinderte Nutzung der Wiesen zu ermöglichen, und bis zum nächsten
Frühjahr eingelagert.
Jeden Morgen und jeden Abend nach dem Aufbau des Amphibienzaunes
kontrollierten die freiwillgen Helfer abwechselnd die in den Boden
eingelassenen Fangeimer und entnahmen die jeweils gefangenen Amphibien
(Frösche, Kröten, Molche). Anschließend wurden sie auf der anderen
Straßenseite nahe der Teiche wieder frei gelassen.
Bis zum Abbau des Zaunes am 12. April wurden 511 Frösche,
Kröten und Molche sicher auf die andere Straßenseite gebracht. Dort
konnten sie sich in den Teichen ungehindert vermehren.
2012:
Nach
dem guten Erfolg der Amphibiensammelaktion im Frühjahr 2011 baute die
Umweltgruppe im Frühjahr 2012 unterstützt von weiteren Amphibienfreunden den
Zaun an Ziegelhütte am 25. Februar erneut auf. Da auch jedes Jahr zahlreiche
Todesopfer unter den Amphibien, die die Weilstraße an der Emmershäuser Hütte in
Richtung Teich überquerten, zu beklagen waren, baute die Gruppe auch hier 200 m
Amphibienzaun auf. Dieser konnte durch Spenden aus der Bevölkerung finanziert
werden.
Bis zum 13. April, an dem die Gruppe den Zaun wieder abbaute, konnten
insgesamt 1048 Tiere wohlbehalten über die Straße getragen werden. An der
Ziegelhütte waren es mit 481 Fröschen, Kröten und einigen Molchen 30 weniger
als im Jahr zuvor. An der Emmershäuser Hütte konnten sie 567 Tiere, darunter 10
Feuersalamander, retten. Doch leider mussten sie feststellen, dass die 200
Meter des Amphibienzaunes hier nicht ausreichten. Vom Ende des Zauns in
Richtung Emmershausen waren immer noch viele Überfahrene zu verzeichnen. So
plant die Umweltgruppe, hier im kommenden Jahr den Zaun zu verlängern.
| Ende der Laichwanderung 2012 am 13.04. |
Trockenfall der Weil
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| Trocken gefallene Weil |
Mitte der 1980er Jahre wurde durch das Weiltal von Schmitten aus der Abwassersammler zur Kläranlage bei Winden gelegt. An 37 Stellen kreuzt der Sammler das Weilbett. Der Kanal wurde in eine das Weiltal drainierende Schotter- und Splittpackung gelegt, ohne dabei in regelmäßigen Abständen Tonriegel einzubauen. Außerdem blieben die für die Bauzeit vorgesehenen Drainagerohre unter dem Kanal. Somit kam zu der durch die geologisch bedingte Durchlässigekit des Weiltaluntergrundes eine starke Drainagewirkung des Abwassersammlers hinzu. Außerdem fehlt das Wasser, das früher bereits ab Schmitten aus der Besiedlung in die Weil geleitet wurde. Zusätzlich wurde die Entwässerung vieler Außengebiete an den Schmutzwasserkanal angeschlossen. Bei der Kanalbefahrung und -untersuchung vor wenigen Jahren stellte sich zudem heraus, dass viele Kanalschächte und mancher Kanalabschnitt undicht waren, so dass Grundwasser in den Kanal eindrang. Aufgrund des Zusammenwirkens dieser vielen Faktoren fiel die Weil seitdem in Zeiten mit wenig Niederschlägen über lange Strecken trocken, obwohl ihre Nebenbäche noch Wasser zuführten.
Der Runde Tisch "Weil"
Im Mai 2002 lud die Agendagruppe Umwelt zum 1. Runden Tisch Weil
ein. Zahlreiche Vertreter von Behörden und Vereinen nahmen daran teil.
Im Juni 2008 fand der 5. und vorerst letzte Runde Tisch statt. Auf
Anregung des Runden Tisches nahmen Obere und Untere Wasserbehörde
gemeinsame Begehungen und Kartierung trockengefallener Bereiche der Weil
vor. Gutachten zum Zustand der Weil und ihrer Nebenbäche wurden
vorgestellt. Als Versuch wurde im August 2003 ein erster Betonquerriegel
in den Kanalgraben nahe der Erbismühle eingebaut. Später wurden weitere
Riegel eingebaut. Seit 2004 wurden seitens der Anliegergemeinden
begonnen, die Entwässerung von Außengebieten vom Abwasserkanal
abzuhängen und in die Vorfluter (Bäche/Gräben) einzuleiten. Geplant war auch ein
Versuch der Agendagruppe, mit dem Tonmineral Bentonit eine Stelle im
Weilbett abzudichten. Aber aufgrund des erlaubten, nur geringen Umfangs
von wenigen Quadratmetern und des Fehlens einer markanten kleinflächigen
Versickerungsstelle unterblieb dieser Versuch. Aufgrund der 2006
abgeschlossenen Befahrung des Hauptsammlers wurden etwa 60 undichte
Schachtbauwerke abgedichtet sowie ein "Inliner" in einen Kanalabschnitt
in Dorfweil eingebracht. Aufgrund dieser Maßnahmen kam es zu einer
deutlichen Verringerung des Eintrags von sauberem Fremdwasser in den
Kanal. ![]() | |
| Schotterbett |
Im August 2003 erfolgte nahe der Erbismühle eine Probegrabung am Abwassersammler. Dabei wurde festgestellt, dass im Schotterbett unter dem Kanal ein stetiger Wasserstrom fließt (siehe Foto). Die versammelten Fachleute verständigten sich darauf, hier einen Querriegel einzubauen mit Pegelmessstellen vor und hinter dem Riegel.
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| Querriegel |
Der Riegel aus Beton wurde quer in den Kanalgraben eingebaut, so dass er seitlich und unten in das gewachsene Erdreich einbindet und den Kanal wasserdicht umschließt. Bei den Messungen über etwa ein Jahr konnte festgestellt werden, dass das Grundwasser bachaufwärts des Riegels zeitweise höher anstand als bachabwärts des Riegels, was auf eine positive Wirkung hinwies. Daraufhin wurden seitens des Abwasserverbands Oberes Weiltal weitere 21 dieser Querriegel eingebaut.
von Sabine Neugebauer
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