Stichwörter

2002 (1) 2003 (1) 2010 (1) 2011 (4) 2012 (21) 2013 (13) 2014 (19) 2015 (12) 2016 (18) 2017 (20) 2018 (31) 2019 (29) 2020 (13) 2021 (5) Ackerwildkraut (1) AGAR (1) Agendatreffen (21) Amphibienschutz (107) Apfelbaum (8) Apfelfest (3) Arbeitseinsatz (34) Artenschutz (10) Artenvielfalt (4) Baum (3) Benjeshecke (3) Bienen (4) Bilche (2) Biodiversität (3) Biotop (2) Bodenschutz (3) BUND (11) Crowdfunding (1) Emmershausen (3) Emmershäuser Hütte (31) Energie (4) Erdkröte (12) Erneuerbare Energie (7) Exkursion (1) Fauna (4) Feuersalamander (6) Fledermaus (1) Fledermäuse (1) Flora (3) Forstamt Weilrod (10) Fridays for future (1) Frosch (6) Froschlaich (1) Ganzmacher (5) Gartenschläfer (2) Gemeinde Weilrod (4) Gemünden (1) GENAU (1) Gewässerschutz (5) Hecke (1) Heegers Wiese (3) Heidekraut (4) HessenForst (9) Hessenpark (1) Hochtaunuskreis (5) Hornissen (1) Hummeln (2) Impressionen (45) In eigener Sache (8) Insekten (11) Jacobskreuzkraut (3) Kernflächenkonzept (3) Kindergarten (8) Klimawandel (3) Laichwanderung (32) Landschaftspflegeverband (1) Max-Ernst-Schule (6) Meerpfuhl (18) Mehlschwalben (2) Mikroplastik (3) Molch (5) Müllkippen (2) NABU (16) Nachhaltigkeitstag (8) Naturschutzakademie Hessen (2) Naturschutzpreis (6) Neu-Anspach (3) Neuweilnau (6) Nistkasten (10) NSG (2) Obstbaum (13) Presse (12) Riedelbach (2) Riedelbacher Heide (55) Rod an der Weil (3) Schmetterling (11) Schwalben (4) Sebastian (1) SN (22) Steinkauzröhre (2) Stopprinne (4) Streuobstwiesen (16) Taunus Zeitung (11) Termine (2) Umweltferienspiele (8) Umweltpreis (7) Usinger Anzeiger (28) Veranstaltung (16) Vogelschutz (3) Vortrag (6) Waldems (11) Waldrand (2) Weil (8) Weilrod (11) Weiltal (19) Wildkatze (3) Windenergie (3) Ziegelhütte (47)
Posts mit dem Label Amphibienschutz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Amphibienschutz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 11. März 2026

Kinder helfen Kröten

Nach einer regnerischen Nacht warteten schon 31 Kröten und ein Molch in den Eimern an der Ziegelhütte aufs „Taxi“. Am Mittwochmorgen hatte die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod die 20 Vorschulkinder aus der Kindertagesstätte „Eigensinn“ in Rod an der Weil eingeladen, bei der Amphibienrettung zu helfen. Pünktlich kamen die Kinder mit ihren Erzieherinnen um Kindergartenleiterin Claudia Schwirkosch an der Weilbrücke an. Sabine Neugebauer und Jürgen Böhmer von der Umweltgruppe begrüßten die Kinder in einem großen Kreis und erklärten kurz, warum die Kröten, Frösche und Molche über die Straße getragen werden. Nämlich damit sie auf der Wanderung zum Teich, wo sie ihre Eier, den Laich, absetzen wollen, nicht überfahren werden. Ausgerüstet mit ihren Spieleimern und Handschuhen durften die Kinder dann in die im Boden eingesenkten Fangeimer hineinschauen. Und entdeckten dort, etwas versteckt unter Moos oder Blättern, die gut getarnten Tiere. Manche der Steppkes waren „mutig“ und trauten sich, die Kröten vorsichtig aus dem Eimer zu holen, andere waren etwas zögerlich. Aber schließlich hatte jedes Kind mindestens eine Kröte in seinem Eimer. Ordentlich in einer Zweireihe überquerte die Gruppe mit den Kröten sicher in den Eimern die Weilstraße. Dann stapften sie hoch zu dem Teich an der Ziegelhütte. Dort entließen sie die Kröten vorsichtig am Ufer. Manche sprangen gleich ins Wasser, andere nahmen sich etwas Zeit. Zum Dank brachten die Kinder den beiden Mitgliedern der Umweltgruppe ein Ständchen, nämlich das Lied von den „Fröschelein“.

Sabine N. 

 






 

Ergänzung der Amphibienzäune Ziegelhütte und Gemünden

Eine Woche später, am 7. März, fanden sich wieder einige Helfer, um den restlichen Zaun an der Ziegelhüte aufzubauen. Das Weilwasser war zurückgegangen, nachdem die Gemeinde den "Damm" aus Treibgut entfernt hatte. Glücklicherweise hatte die Weil viel Sand zurückgelassen. Den konnten wir zum Befestigen des Zaunes am Untergrund gut gebrauchen, denn die Häringe gingen zur Neige. Und es war höchste Zeit den Zaun aufzubauen, denn einige Kröten waren schon unterwegs.  

Anschließend fuhren wir noch nach Gemünden, um dort den Zaun zu verlängern, nachdem dort im vergangenen Jahr Richtung Niederlauken viele tote Kröten und Molche auf der Straße lagen.  

Sabine N.  

Schließen des Zauns an der Emmershäuser Hütte

 Bei unserer Ankunft hatten die Pfadfinder schon ein großes Stück der Arbeit geschafft.

Was für ein Glück, denn für das letzte Feintuning im schwierigen Gelände waren von erfahrenen Amphibienhasen zeitintensive Bergbau- und auch Bergsteigerfähigkeiten am Straßenrand verlangt.

Hessen Mobil hatte im Rahmen der Straßensanierung zwar 3 Tunnel eingebaut, aber nicht berücksichtigt, dass im an manchen Stellen fast senkrechtem Gelände auch die Zaunplanen amphibiendurchschlupfsicher angeschlossen werden müssen.

Letztlich haben wir das alles hingekriegt, hoffen aber sehr, dass es hier in absehbarer Zeit noch zu einer Nachbesserung durch Hessen Mobil kommen wird und die Weilroder Amphibien eine Leiteinrichtung bekommen, wie in anderen Gemeinden auch.

Sabine S. 







 

Donnerstag, 28. März 2024

Amphibienleitanlage Meerpfuhl an Nabu übergeben

Marlis Teubert (links) und Sabine Streckies (rechts) von der Umweltgrupe Weilrod übergeben die Betreuung der Amphibienleitnalage am Meerpfuhl an Andrea Pfäfflin und Dr. Sybille Winkelhaus vom Nabu Usinger Land.

Vor etwa 10 Jahren wandte sich die Vogelschutzgruppe Merzhausen, die die Amphibienleitanlage aus Zaun und Tunneln an der Bundesstraße 275 auf Höhe des Meerpfuhls etwa 30 Jahre lang betreut hatte, an das Amphibienteam Hochtaunus mit der Bitte um Unterstützung. Das Amphibienteam wiederum bat die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod um Mithilfe bei der Betreuung und Sanierung des maroden Holzzaunes. Obwohl die Amphibienleitanlage auf Usinger Gebiet liegt, sagten die Weilroder um der Sache willen zu. Und hatten bald die Betreuung alleine zu stemmen. Beispielsweise müssen die Tunnel je nach Wanderungsrichtung mit Deckeln versehen werden. Der Zaun wurde auch immer wieder freigemäht. Aber der Zaun musste auch jeweils vor der Laichwanderung auf Lücken kontrolliert werden, die es zuletzt aufwendig zu schließen galt.. Die Umweltgruppe wandte sich an die zuständigen Behörden. Dank der finanziellen Unterstützung der Oberen und Unteren Naturschutzbehörden, der Stadt Usingen, der Nassauischen Sparkasse und der Lotterie GENAU konnte der löcherige Holzzaun nach und nach in mehreren Buabschnitten durch Leitplanken und einen Kunststoffzaun ersetzt werden. Die letzte Baumaßnahme fand im Januar 2023 statt. Schon 2015 hatte die Weilroder Umweltgruppe beschlossen, sich nach der Sanierung aus dem Projekt zurückzuziehen. Nach der Gründung der Ortsgruppe Usinger Land des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) 2021 hat sich nun auch eine Gruppe gefunden, die bereit ist, die weitere Betreuung der Amphibienleitanlage zu übernehmen. Im Mai 2023 wurde schon in einer gemeinsamen Aktion von Weilroder Umweltgruppe und Nabu Usinger Land der alte Holzzaun zurückgebaut, alle Folienreste, die zur Lückenschließung angebracht waren entfernt. Jetzt am Dienstagmittag trafen sich dazu Marlis Teubert, Sabine Streckies und Sabine Neugebauer von der Weilroder Umweltgruppe mit den Vorstandssprecherinnen des Nabu Usinger Land, Andrea Pfäfflin und Dr. Sybille Winkelhaus, um die Übergabe durchzuführen.

Sonntag, 24. März 2024

Krötensammeln mit der Kita

 

Nach und nach trafen die Akteure ein. Kurz nach 8 Uhr morgens waren dann die Kinder der Waldmäusegruppe der Kindertagesstätte Löwenzahn aus Riedelbach an der Ziegelhütte bei Rod an der Weil versammelt. Dort warteten schon die drei Erzieherinnen Rita Raptis, Annett Schulze-Lahl und Caroline Wißkirchen sowie Elfi Stange und Sabine Neugebauer von der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod auf sie. Denn die Steppkes wollten beim Kröten sammeln helfen. Aber zunächst begrüßte man sich im Morgenkreis. Nach dem Durchzählen und dem Fröschelied erzählte Neugebauer kurz, warum die Kröten über die Straße getragen werden müssen. Denn sie wollen ja von ihrem Wohnort im Wald zu den Teichen an der Ziegelhütte, um dort ihre Kinder zu kriegen. Damit sie auf der Wanderung nicht bei der Überquerung der Weilstraße überfahren werden, hat die Umweltgruppe den grünen Krötenzaun aufgebaut und daran entlang viele Eimer eingegraben. Da drin warteten schon 20 der Amphibien. Ausgestattet mit Handschuhen und kleinen Eimern schauten die Kinder in die Fangbehältnisse. Aus einigen schauten ihnen schöne goldene Augen entgegen. Manch ein Kind traute sich nicht die Kröten anzufassen, andere versuchten es zunächst, zuckten aber zurück, wenn die anvisierte Kröte sich bewegte. Aber einige griffen auch beherzt zu und setzten die Tiere in die eigenen Eimern. Und es passte genau, für jedes Kind war eine Kröte da. Geordnet wanderten dann die Kinder und Erzieherinnen über die Straße zu den Teichen. Am Rand des großen Teiches ließen die Mädchen und Jungs dann ihre „Fänge“ frei. Zuerst zögerlich krabbelnd, dann mit großen Hüpfern und einem Platscher verschwanden die Amphibien im Teich.



 



Montag, 19. Februar 2024

Amphibienzaunaufbau

 


Die ersten Erdkröten, Grasfrösche und Molche sind schon wieder unterwegs zu ihren Laichgewässern. Und das deutlich früher als in den vergangenen Jahren. „
So richtig winterlich ist es seit einiger Zeit nicht mehr gewesen, die Vegetation ist rund zehn Tage früher dran als üblich und auch einige Amphibien reagieren auf den verkürzten Winter. In vielen Regionen sind bereits Molche, Erdkröten und Co. zu ihren Laichgewässern unterwegs. Dabei haben sie viele menschengemachte Hindernisse zu überwinden“, sagt Birgit Heck von WetterOnline, Meteorologische Dienstleistungen. Und das ist auch im Weiltal zu spüren. Deswegen hat sich die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod unter Leitung von Marlis Teubert und Sabine Neugebauer am Samstag aufgemacht, den Amphibienzaun an der Ziegelhütte wieder aufzubauen. Einige hundert Meter grüner Amphibienzaun, dazu Sammeleimer, Halter und Häringe wurden aus ihrer Sommer-, Herbst- und Winterruhe erweckt. Zaun ausrollen, Halter verteilen, Zaun befestigen und Löcher für die Eimer graben sind die Aufgaben der freiwilligen Helfer. Dann gilt es noch das untere Ende des Zaunes, das L-förmig umgeschlagen wird, mit den Häringen oder Erde und Steinen so am Boden zu befestigen, dass sich die Amphibien nicht unter dem Zaun hindurch drücken können. Im Bereich der Emmershäuser Hütte waren zeitgleich die baptistischen Pfadfinder, Siedlung Weilrod, unter Leitung von Günter Hafeneger an der Arbeit, den Amphibienzaun „scharf“ zu machen. Denn dort darf er in Absprache mit Hessenforst das ganz Jahr über stehen bleiben. Nur wird er nach der Laíchwanderung geöffnet und die Sammeleimer werden verkehrt herum in die Löcher gestellt, so dass hier das erneute buddeln entfällt. Genauso sieht es am Ortseingang von Gemünden aus Richtung Niederlauken aus. Auch hier kann der Zaun stehen bleiben und wird nur nach der Laichzeit entschärft. Eine kleine Gruppe Gemündener Bürger kümmert sich hier mit Unterstützung der Umweltgruppe um die wandernden Kröten und Molche. An diesen drei „Hotsports“ der Laichwanderung konnten die Amphibienfreunde so in den vergangenen Jahren Hunderte von Kröten, Fröschen und Molchen retten. Sorgen bereitet der Gruppe die Straße zwischen Merzhausen und Altweilnau. Dort werden jährlich zahlreiche Kröten überfahren, die in Richtung Meerpfuhl wandern. Auf der anderen Seite des Weihers entlang der Bundesstraße 275 konnte die Gruppe in den vergangenen Jahren den maroden Holzzaun durch einen neuen haltbareren Zaun ersetzen. Aber auch an anderen Straßenabschnitten kreuzen immer mal Kröten und Frösche die Fahrbahn. Darum bittet die Gruppe in den kommenden milden, nassen Nächten alle Autofahrer um eine vorsichtige, langsame Fahrweise, um den Tieren ausweichen zu können. Selbst das „zwischen die Räder nehmen“ kann den Tieren schaden. Außerdem werden wieder Helfer gesucht, die die Sammeleimer morgens kontrollieren und die Tiere über die Straße tragen. Wer helfen möchte kann sich unter https://umweltagenda21weilrod.blogspot.com/ informieren oder auch unter https://weiltalamphibien.blogspot.com/ den aktuellen Sammelkalender mit noch freien Terminen einsehen. Wer neu dabei ist erhält eine kurze, persönliche Einweisung vor Ort. Problematisch für die Amphibiensammler ist das Näherrücken des sogenannten Bsal-Pilzes, der Feuersalamander befällt und der durch Schuhwerk weiterverbreitet werden kann. Entsprechend werden ab diesem Jahr die Sammler nur noch für einen Sammelort eingeteilt.

Montag, 24. April 2023

Ergebnis Amphienwanderung

 Am 14. April haben die Amphibienschützer in Weilrod die Krötenzäune an der Ziegelhütte bei Rod an der Weil, an der Emmershäuser Hütte und bei Gemünden wieder geöffnet. Die Wanderung zu den Laichplätzen ist abgeschlossen, erste Laichschnüre der Kröten und Laichballen von Fröschen wurden in den Weihern gesehen. Nachdem einzelne Tiere schon Ende Februar in den Sammeleimern entlang der grünen Krötenzäune zu finden waren, kam die Wanderung aufgrund der kalten Witterung nochmals zum Erliegen. Ab 10. März steigerte sich dann das Krötenaufkommen. In Wellen, je nach Temperatur, machten sich die Amphibien auf den Weg. Am 23. und 24. März war bei milden Temperaturen und Regenwetter der Höhepunkt erreicht. Hier trugen die Aktiven aus den Reihen der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod, der baptistischen Pfadfinder, Siedlung Weilrod, sowie weiterer Helfer an der Emmershäuser Hütte an einem Tag 222 und am nächsten Tag sogar 278 Kröten über die Weilstraße. Danach kam es nochmals zu zwei kleineren Wanderwellen. Erdkröten, die den Sommer über im Wald leben, wandern zu ihren Laichplätzen schon mal mehrere Kilometer. Insgesamt konnten an der Emmershäuser Hütte 942 Erdkröten eingesammelt werden, in Gemünden waren es 630 und damit an diesen beiden Stellen etwa gleich viele wie in den vergangenen zwei Jahren. Nur an der Ziegelhütte scheint der Bestand eingebrochen zu sein, denn hier wurden nur 197 Kröten, zwei Frösche und sechs Molche gezählt. Vor zehn Jahren konnten die Helfer noch rund 300 Frösche, 400 Kröten und 40 Molche verschiedener Arten zählen, die zu den Teichen an der Ziegelhütte wanderten. Aber mit dem verstärkten Trockenfallen der Weil im Sommer ist vor allem der Lebensraum der Frösche praktisch nicht mehr vorhanden. Außerdem ist die Qualität der Laichbiotope zurückgegangen, was auch den Rückgang der Krötenzahlen erklären könnte. Weitere Informationen unter https://weiltalamphibien.blogspot.com

Montag, 6. März 2023

Amphibiensammmlung im Weiltal hat begonnen

 


Seit 2011 baut die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod jeden Februar den Amphibienzaun an der Ziegelhütte im Weiltal auf. Und jedes Jahr haben die freiwilligen Helfer dort von Februar bis April zwischen 400 und 600 Erdkröten, Grasfrösche, Faden-, Teich- und Bergmolche aus den Fangeimern geholt und über die Weilstraße getragen. Auch jetzt am Samstag machten sich neun Freiwillige nach Abstimmung mit dem Grundstückseigentümer wieder an die Arbeit, den grünen Zaun aufzustellen. Bei dem eingespielten Team dauerte es nur etwa zwei Stunden bis die 150 Meter Zaun standen. Zunächst hieß es den Zaun auszurollen, dann die Stangen einzuschlagen, den Zaun daran zu befestigen und zu spannen. Das untere Ende des Zaunes wurde mit Häringen am Boden befestigt und noch mit Erde abgedeckt. Da kamen den Arbeitern die Maulwurfshaufen gelegen, wo lockerer Boden zu finden war. So können sich keine Amphibien unter dem Zaun durch quetschen. In regelmäßigen Abständen gruben die Helfer die Fangeimer dicht am Zaun ein, damit die Tiere auf ihrem Weg den Zaun entlang auch dort hineinfallen. Die Eimer weisen kleine Löcher auf, damit sich kein Regenwasser darin sammeln kann. Außerdem werden sie mit Blättern oder Moos „ausgestattet“, damit sich die Amphibien darin verstecken können. Und für hinein plumpsende Mäuse dient als Ausstieg ein Stöckchen. Auch der Zaun im Bereich des Ortseingangs von Gemünden wurde von einem dort ansässigen Amphibienschützer bereits wieder scharf gemacht. Dort wurde 2019 der Amphibienzaun aufgestellt. Und seitdem wurden auch hier jährlich 400 bis 600 Kröten sowie bis zu 50 Molche gerettet. An der Emmershäuser Hütte ist die Umweltgruppe seit 2012 aktiv. Dort kann der Zaun nach Abstimmung mit HessenForst das ganze Jahr über stehen bleiben, wie in Gemünden auch. Im Frühjahr werden dann die Durchlässe wieder geschlossen. An der Emmershäuser Hütte sind die Kinder und Jugendlichen der baptistischen Pfadfinderschaft, Siedlung Weilrod, mit im Boot. Sie helfen im Frühjahr mit, den Zaun wieder scharf zu machen und auch ihn nach Ende der Wanderung wieder zu entschärfen. Hier wurden in den vergangenen Jahren jeweils 500 bis 900 Erdkröten über die Straße getragen. Denn diese wollen aus dem Wald über die Weilstraße zum Teich an der Emmershäuser Hütte zum Laichen wandern. An der Ziegelhütte sind die dortigen Fischteiche das Ziel der Amphibien, in Gemünden der Teich auf dem Gelände der Firma Spieß. Jetzt sucht die Umweltgruppe wieder Helfer, die morgens die Sammeleimer kontrollieren. Wer dabei mithelfen möchte, kann sich unter neugebauer.sabine@web.de oder 06083-941067 bei Sabine Neugebauer melden. Unter https://weiltalamphibien.blogspot.com ist der Sammelkalender mit den freien Terminen zu finden. Wer noch keine Erfahrung beim Amphibiensammeln hat, bekommt nach Terminabsprache vor Ort eine Einweisung.

Dienstag, 7. Februar 2023

Amphibienleitanlage Meerpfuhl


Landschaftsbaubetrieb Stefan Bommersheimm hat die letzten 100 Meter zur Erneuerung der Amphibienleitanlage Meerpfuhl vor wenigen Tagen eingebaut
Uns bleibt jetzt nur noch den alten Zaun abzubauen und wenigstens die eingebauten Folien mitzunehmen. Das Holz bleibt vor Ort, es ist ohnehin morsch.

Sonntag, 10. April 2022

Amphibienaktion mit den Waldmäusen


Farbenfroh gekleidete Steppkes versammelten sich am Dienstagmorgen auf dem Parkplatz an der Ziegelhütte bei Rod an der Weil. Die Waldmäuse der Riedelbacher Kindertagesstätte „Löwenzahn“ wurden hier von ihren Eltern abgeliefert und von der Leiterin des Kindergartens Andrea Heuser sowie den Erzieherinnen Fatou Fatajo und Stephanie Härich in Empfang genommen. Denn auf dem „Stundenplan“ stand die Rettung von Erdkröten. Hier am Amphibienzaun, den die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod Ende Februar aufgestellt hatte, wartete auch schon Eva Holdefer von der Umweltgruppe. Gemeinsam mit den Kindern wollte sie die Fangeimer kontrollieren und die Kröten dann an den Teichen der Ziegelhütte wieder frei lassen. Und sie hatten Glück. Nach der regnerischen Nacht und frostfreien Temperaturen fanden sich in den Eimern immerhin acht Kröten und ein Molch. Holdefer zeigte den Kindern die schönen goldenen Augen der Kröten, erklärte warum die Kröten über die Straße wollen und warum sich die Männchen auf den Rücken der Weibchen festklammern: „Die Jungs haben Angst, dass sie sonst kein Mädchen mehr abkommen“. Und sie führte auch vor, dass die Erdkrötenmännchen fiepen, wenn sie am Rücken berührt werden. Das solle heißen: „Ich bin auch ein Männchen, du brauchst dich bei mir nicht festklammern“. Glücklich beobachteten die Kinder dann, wie die Kröten im Wasser verschwanden und abtauchten. In der diesjährigen Amphibienwanderzeit haben die Mitglieder der Umweltgruppe bisher an der Ziegelhütte rund 250 Erdkröten, einige Frösche und Molche über die Straße getragen, im Bereich der Emmershäuser Hütte waren es bisher etwa 600 Kröten und bei Gemünden etwa 450 Kröten und 45 Molche.



 

Samstag, 26. Februar 2022

Aufbau Amphibienzaun

Unser Aufbauteam
Heute haben wir den Amphibienzaun an der Ziegelhütte aufgebaut und "scharf" gemacht. Ab morgen wird der Zaun wieder regelmäßig morgens kontrolliert. Dafür brauchen wir noch freiwillige Helfer! Bitte schaut in den Kalender und gebt mir Bescheid, wann ihr sammeln möchtet.




Reinigung Amphibienstopprinne


 
Reinigung Amphibienstopprinne

Montag, 14. Februar 2022

Schaden am Amphibienzaun Meerpfuhl

In jüngster Zeit hat der Amphibienzaun an der B275 im Bereich  Meerpfuhl einen Schaden erlitten. Hat jemand etwas beobachtet oder weiß Näheres zum Zeitpunkt? Die Agendagruppe wäre für Informationen dankbar, damit wir nicht auf den Kosten der Schadensbeseitigung sitzen bleiben.

 

Donnerstag, 6. Mai 2021

Amphibienwanderung im Weiltal abgeschlossen

In diesem Jahr  zog sich die Amphibienwanderung aufgrund der Kälte lange hin und verlief in mehreren kleinen Wellen. Selbst nachdem wir den Amphibienzaun an der Ziegelhütte abbauen mussten, da der Pferdehalter seine Weide nutzen wollte, wurden in einer Regennacht noch Kröten beim Überqueren der Straße in Richtung Teiche gesehen. Aber trotzdem haben wir an der Emmershäuser Hütte so viele Kröten wie noch nie über die Straße getragen. Auch an der Ziegelhütte haben wir guten Durchschnitt erreicht Nur fehlen hier mittlerweile die Frösche. Aber auch in Gemünden waren die Zahlen mit knapp 400 Kröten nicht schlecht, obwohl oberhalb des Zaunes Waldarbeiten im Gange waren. Auf der Seite sind die Statistiken zu finden: Weiltalamphibien 


Mittwoch, 24. Februar 2021

Erfreuliche Mitteilung

 

Ein überraschender Geldsegen erreichte die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod im Spätherbst. Bei der Umweltlotterie GENAU hatte nämlich Eva Holdefer, eine der beiden Vorsitzenden der Gruppe, das Projekt Verlängerung und Erneuerung des Amphibienzaunes am Meerpfuhl bei Merzhausen eingereicht. Und das erst im Sommer 2020, nachdem sie im Frühjahr festgestellt hatte, dass doch wieder zahlreiche Kröten nicht vom vorhanden Krötenzaun erfasst und auf der Bundesstraße 275 überfahren worden waren. Eigentlich wollte sie nur 2500 Euro beantragen. Aber nach einer Rückfrage von GENAU, ob nicht auch 5000 Euro verwendet werden könnten, war natürlich auch die höhere Summe recht. „Ich habe im Leben nicht damit gerechnet, dass wir eine Chance haben zu gewinnen“, freute sich Holdefer. Und dann ging es an die Planung und Abstimmung mit HessenMobil. Nach einer Preisabfrage stellte sich heraus, dass der Landschaftsbauunternehmer Stefan Bommersheim wie schon bei einem vorangegangenen Bauabschnitt der günstigste Bieter war. Dann bestellte die Vorsitzende 100 Meter der hier schon verwendeten Beilharz-Elemente für den Amphibienzaun. Und jetzt endlich war auch das Wetter entsprechend, so dass Bommersheim mit der Ausführung der Arbeiten beginnen konnte. Gerade noch rechtzeitig vor dem Beginn der Laichwanderung in Richtung Meerpfuhl. So kann jetzt der Amphibienzaun noch etwa 40 Meter in Richtung Merzhausen verlängert werden bis zu einem Durchlass unter der Bundesstraße 275. Die übrigen 60 Meter werden als Ersatz für den morschen Holzzaun im Waldstück in Richtung Landstein verwendet. 

 


Montag, 22. Februar 2021

Amphibienzaun Ziegelhütte aufgestellt

An der Ziegelhütte haben wir am vergangenen Samstag den Amphibienzaun aufgestellt und auch "scharf" gemacht. Hier an der Ziegelhütte hat es auch immer Grasfrösche gegeben, die früher als die Kröten wandern. Deswegen kontrollieren wir hier schon die Eimer. An den ersten beiden Tagen mit noch Nachtfrost haben sich aber noch keine Amphibien gezeigt.

An der Emmershäuser Hütte und bei Gemünden in Richtung Niederlauken haben wir die Zäune soweit vorbereitet, dass sie schnell in Aktion gesetzt werden können, wenn sich entsprechende Witterung ankündigt.  




 

Samstag, 21. März 2020

Zwischenbilanz

Grafik: Klaus Fischer

Nach drei Wochen Amphibientaxi an der Ziegelhütte, der Emmershäuser
Hütte und Gemünden konnten wir insgesamt schon 1141 Kröten, Molche und
Frösche heil über die Straßen tragen.