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Freitag, 20. Juli 2012

Kreative Sitzung fast ohne Ergebnisse

Foto: Jakobskreuzkraut
Artikel aus dem Usinger Anzeiger vom 18. Juli 2012

Weilroder Agendagruppe bringt Planung für Umweltferienspiele 2013 auf den Weg

NEUWEILNAU (sn). 
Eine kreative Sitzung war es schon, aber leider fast ohne konkrete Ergebnisse. Nur die Planung von Natur/Umweltferienspielen in Weilrod für die Sommerferien 2013 wurde auf den Weg gebracht. 

Bei der jüngsten Sitzung der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod waren auch Carola Rühl und Gisela Rüb aus dem Vorstand der Jugendförderung Weilrod dabei.
Gemeinsam wurden Ideen gesammelt und weitere wichtige Kontaktdaten ausgetauscht, die bei der Umsetzung helfen können. Naturerlebnispädagogin Julia Neumann will die Fäden in der Hand halten und auch die Ferienspiele mit gestalten. Der Bedarf an Ferienbetreuung sei „unheimlich groß“ wusste sie. Der in Kürze, am Mittwoch, den 19. September anstehende „2. Hessische Tag der Nachhaltigkeit“ im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen löste eine Diskussion über die unterschiedlichsten Ideen aus, was die Umweltgruppe für diesen Tag organisieren könne. Da ging es um einen Markt für die örtlichen Erzeuger von landwirtschaftlichen Produkten, eine Aktion zur Tilgung des Jakobskreuzkrautes, verschiedene Möglichkeiten für Pflanzaktionen oder Werbung für das Pendlerportal des Hochtaunuskreises. Doch entweder war die Zeit zur Organisation zu knapp, der Zeitpunkt zu spät oder zu früh. Aber auf die Möglichkeit sich Mitfahrgelegenheiten zur Arbeit zu organisieren, möchte die Agendagruppe ohnehin aufmerksam machen. Das Pendlerportal des Hochtaunuskreises ist auch über die Internetseite der Gemeinde Weilrod unter dem Stichwort Informationen zu erreichen oder unter http://hochtaunuskreis.pendlerportal.de. Durch gemeinsame Fahrten können viel Geld und auch viel Treibstoff eingespart werden. Damit werden Ressourcen geschont und der Kohlendioxidausstoß verringert. 
Der Vorsitzende der Agendagruppe, Albrecht Cromm, machte auf eine Informationsveranstaltung der Gemeinde Weilrod zum Thema Windkraft aufmerksam, die am Mittwoch, den 15. August um 19 Uhr in der Mensa der Max-Ernst-Schule in Riedelbach stattfindet. Außerdem legte die Umweltgruppe eine Mappe zur Dokumentation ihres Engagements für die Weiltalamphibien vor, mit der sie sich um den Umweltpreis der Gemeinde bewirbt. 
Die nächste öffentliche Sitzung der Agendagruppe findet am Montag, den 17. September um 19.30 Uhr wieder in der „Espabar“ in Neuweilnau statt.


Weitere Infos übers Jakobskreuzkraut:

Mittwoch, 23. Mai 2012

Schwalben und Windkraft - Agendatreffen Mai 2012

Weilroder Agendagruppe will Kunstnester gegen Spende zur Verfügung stellen

NEUWEILNAU (sn). Aus seiner Tasche holte Albrecht Cromm, Vorsitzender der Gruppe Umwelt der Lokalen Agenda 21 Weilrod, ein merkwürdiges Gebilde hervor. Dies entpuppte sich als Kunstnest für Rauchschwalben, das er selbst hergestellt hatte. Und er hatte die Form dabei, mit der er es aus Gips und weiteren Zusätzen geformt hatte.

Bei ihrer jüngsten Sitzung am Montagabend in Neuweilnau beschloss die Umweltgruppe solche Kunstnester Interessierten gegen eine Spende zur Verfügung zu stellen. Außerdem will Cromm auch Kunstnester für Mehlschwalben anbieten. Bei Anbringung der Kunstnester ist es ratsam Kotbretter in einem Abstand von etwa 50 Zentimetern unter den Nestern zu platzieren. Dort, wo die Schwalben am Haus nicht erwünscht sind, erwägt die Agendagruppe Schwalbenhäuser oder -wände aufzustellen. Hierzu will sich die Gruppe aber noch den Rat eines weiteren Schwalbenexperten einholen. Außerdem teilte Schriftführerin Sabine Neugebauer mit, dass das Anwesen der Familie Bach in Riedelbach kürzlich vom Naturschutzbund Deutschland als „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet wurde. Mit ihrer Amphibiensammelaktion hat sich die Umweltgruppe um den Naturschutzpreis 2011 des Hochtaunuskreises beworben. Außerdem will sie sich um den Umweltpreis der Gemeinde Weilrod bemühen. Das Thema Windkraft, das wieder aktuell diskutiert wird, beschäftigte auch die Umweltgruppe. Thomas Götz vom Forstamt Weilrod erläuterte, wie die Planungsschritte im Bereich Winterstein vorangetrieben werden. Ein avifaunistisches, also vogelkundliches Gutachten für die in Frage kommenden Bereiche sei von allen Waldeigentümern gemeinsam in Auftrag gegeben worden. Ziel sei auch, das Wirtschaftlichkeitsgutachten gemeinsam zu vergeben. Cromm betonte, dass die in Weilrod infrage kommenden Flächen im Internet einzusehen seien. Bei hohem Windanfall sei die Stromspeicherung immer noch ein Problem, aber durch die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu lösen. Der Vorsitzende berichtete auch kurz aus dem Ausschuss für Landwirtschaft, Forst und Umwelt, indem kürzlich Forstamtsleiter Hans Lang zu Gast gewesen war. Dadurch wurde auch hier die Diskussion um die bei der Holzabfuhr zerfahrenen Waldwege sowie die Rückeschneisen angestoßen. Außerdem kam kurz die Renaturierungsmaßnahmen an Laubach und Sattelbach zur Sprache. Die nächste, öffentliche Sitzung der Agendagruppe Umwelt wird am Montag, den 16. Juli, um 19.30 Uhr, in der „Espabar“ in Neuweilnau stattfinden.

Usinger Anzeiger, 16. Mai 2012

Montag, 16. April 2012

Mindestens 5,5 Meter pro Sekunde in 140 Metern Höhe; von usinger-anzeiger.de

16.04.2012 - USINGEN 

Regierungspräsidium und Regionalverband legen „Windkraft-Suchräume“ fest

 (red).
„Auf dem Weg Hessens in ein neues Energiezeitalter spielt bei der Energieversorgung durch erneuerbare Energien auch die Windkraft eine große Rolle. Ziel der Landesregierung ist es, bis zum Jahr 2050 die Energieversorgung Hessens zu möglichst 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, darunter auch aus dem Betrieb von Windkraftanlagen, zu decken“, so der Regionalverband.
Dazu sollen sogenannte Windvorrangflächen in einer Größenordnung von zwei Prozent der Landesfläche in den Regionalplänen und dem Regionalen Flächennutzungsplan ausgewiesen werden. Außerhalb dieser Vorranggebiete soll die Nutzung der Windenergie ausgeschlossen werden.
„Die Energiewende ist nur mit aktiver Unterstützung der Kommunen möglich. Daher sollen die Vorstellungen der Städte und Gemeinden in die Konzeption eingebunden werden“, sagen der Regierungspräsident Johannes Baron und die Erste Beigeordnete des Regionalverbandes FrankfurtRhein-Main, Birgit Simon. Als einen ersten Schritt sehen sie die im Februar erfolgte Abfrage bereits vorhandener kommunaler Überlegungen.
Wie das Regierungspräsidium Darmstadt und der Regionalverband weiter mitteilen, gehen die Vorarbeiten für den sogenannten sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien des Regionalplans Südhessen/Regionalen Flächennutzungsplans zügig voran. So haben die Behörden kürzlich der Regionalversammlung Südhessen und der Verbandskammer den Abstands- und Ausschlusskriterienkatalog für die Ermittlung von Suchräumen vorgelegt. Diese werden darüber voraussichtlich in ihren April-Sitzungen entscheiden.
Die Karten mit den Suchräumen können ab sofort über die Homepages des Regierungspräsidiums unter www.rp-darmstadt.hessen.de und des Regionalverbandes unter www.region-frankfurt.de eingesehen werden.
Nach den Worten des Regierungspräsidenten sollen die Vorranggebiete einen Abstand von 1000 Metern zu Siedlungen sowie zwischen 100 und 150 Meter zu Straßen, Schienenwegen und Hochspannungsleitungen einhalten. „Die Kernzonen der UNESCO-Weltkulturerbestätten Mittelrheintal, Grube Messel, Kloster Lorsch und des Limes sind für die Ausweisung von Vorranggebieten tabu. Ebenso wie Naturschutzgebiete, Schutz- und Bannwälder sowie Naturdenkmäler.“
Für eine wirtschaftliche Nutzung sind laut Regierungspräsidium und Regionalverband Bereiche mit einer Mindestwindgeschwindigkeit von mehr als 5,5 Metern pro Sekunde in 140 Metern Höhe vorgesehen. Die auf dieser Basis ermittelten Suchräume umfassen fast 17 Prozent des Regierungsbezirks Darmstadt beziehungsweise etwa acht Prozent des Regionalverbandes. Neun Prozent der Fläche des Regierungsbezirks beziehungsweise drei Prozent des Regionalverbandes sind mit einer Windgeschwindigkeit von mehr als 5,75 Meter pro Sekunde besonders „windhöffig“.
In den nächsten Monaten werden das Regierungspräsidium Darmstadt und der Regionalverband in enger Abstimmung geeignete Vorranggebiete für die Windenergienutzung in diesen Suchräumen ermitteln. „Dazu sind weitere Konfliktkriterien, beispielsweise Belange der Flugsicherung und Natura-2000-Gebiete, zu untersuchen. Die Belange des Artenschutzes, insbesondere windkraftempfindlicher Vogelarten und Fledermausvorkommen, sind ebenso in den kommenden Monaten zu prüfen“, erklärt die für Umwelt und Energie zuständige Dezernentin des Regionalverbandes Simon.
Bürgerbeteiligung
Die Regionalversammlung Südhessen sowie die Verbandskammer beschließen voraussichtlich noch in diesem Jahr über die potenziellen Vorranggebiete für den Entwurf des sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien. Im nächsten Jahr soll der Plan zur Anhörung offengelegt werden. Dann haben die Träger öffentlicher Belange wie auch alle Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, sich zu diesem Entwurf zu äußern.

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