Neuweilnau. In den beiden vorletzten Wochen der Sommerferien gibt es für Weilroder Kinder und Kinder aus Nachbarorten täglich unterschiedliche Angebote der Betreuung und Beschäftigung. Von Segelfliegen über tierische Begegnungen bis hin zu Tennis, Töpfern oder Kinderyoga hat an jedem Tag ein anderer Verein, eine andere Institution oder eine Privatperson ein Angebot angemeldet. Das Familienzentrum Weilrod organisiert das Ferienprogramm in Zusammenarbeit mit der Diakonie Main- und Hochtaunus. Am Dienstag nahm die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod 14 Kinder am Minigolfplatz bei Neuweilnau in Empfang. Erste Station der kleinen Wanderung war die Holzkugelbahn, wo sich die Kinder schon mal austobten, den Kugeln rennend den Weg hinunter folgten, um sie in Empfang zu nehmen und gleich wieder bergauf an der Startplatz zu laufen. Andere sammelten im Wald schon mal trockene Holzstöcke, die später als Bastelgrundlage dienten. Am Neuweilnauer Grillplatz angekommen, teilten sich die Kinder auf verschiedene Stationen auf. Bei Martin Brück und Bernd Müller schraubten die Kinder Nistkastenbausätze zusammen, die sie anschließend mit nach Hause nehmen durften. Bei Astrid Engel hieß es Insektenhotels bauen. In die leeren Dosen kam etwa Lehm hinein und dann schnippelten die Kinder aus trockenen, hohlen Stängeln passende Röhren zurecht, die dann im Lehm am Grund der Dose befestigt wurden. In der anderen Grillhütte hatte Sabine Neugebauer ihr Bastelangebot aufgebaut. Aus trockenen Ästen und Schnüren, Lochsteinen und anderen Naturmaterialien konnten die Kinder Mobiles oder Windspiele basteln. Zwischendrin schnippelten sie mit Elfi Stange Obstsalat oder stärkten sich mit den Muffins von Andrea Stieber. Am frühen Nachmittag besuchte Försterin Bhavana Kaiser die Gruppe. Anhand von Fotos mussten die Kinder entscheiden, gibt es das Tier hier im Taunus oder nicht. Beim Tukan oder der Python waren sich die Kinder sicher, dass es diese hier nicht gibt. Das hirschähnliche Rentier landete allerdings auf der Ja-Seite. Und beim Wolf war sich Kaiser selbst nicht ganz sicher, denn ein Wolfsnachweis für das Gebiet des Forstamts Weilrod liegt schon länger zurück. Auf dem Weg zurück zum Minigolfplatz galt es, noch einige Tiere zu entdecken. Hase, Rehbock, Wildschwein und Baummarder warteten als originalgroße Aufsteller versteckt am Wegesrand. sn
Lokale Agenda 21 Weilrod Umwelt
Weblog der Agendagruppe Umwelt der Gemeinde Weilrod im Hochtaunuskreis
Stichwörter
Dienstag, 1. September 2026
Montag, 15. Juni 2026
Botanisches Kleinod Hirtenwiese
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| Fuchs' Knabenkraut |
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| Die Exkursionsteilnehmer mit Berthold Hilgendorf (4. von rechts) |
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| Wald-Läusekraut, Rote-Liste-Art |
Riedelbach. Magerkeitszeiger und Höhenzeiger sind in der Hirtenwiese bei Riedelbach noch einige zu finden. Auf diese Pflanzen wies Diplom-Geograph Berthold Hilgendorf die zehn Interessierten aus den Reihen der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod und der Landakademie Weilrod am Samstag bei einer botanischen Exkursion besonders hin. Zu dieser Zeit blühten auch noch Dutzende Exemplare von Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii). Diese Orchidee sei früher eine typische Wiesenart gewesen, jetzt aber nur noch auf wenigen, ungedüngten Wiesen in Höhenlagen zu finden, so Hilgendorf. In den dauernassen Standorten auf der Wiese blühte gerade Brennender Hahnenfuß (Ranunculus flammula) und Sumpfvergissmeinnicht (Myosotis scorpioides), die hier zusammen mit Binsenarten wachsen. Auf die Höhenlage von rund 500m ü NN wiesen die Teufelskralle (Phyteuma nigrum), die Schwarze Flockenblume (Centaurea nigra) und ein kleines Vorkommen von Bergwohlverleih (Arnica montana) hin. Die nährstoffarmen Standorte dieser Wiese bedingen das Vorkommen von Harzer Labkraut (Galium saxatile), Kreuzblümchen (Polygala vulgaris), Waldläusekraut (Pedicularis sylvatica), Hasenbrot (Luzula campestris), Echtem Ehrenpreis (Veronica officinalis) und einigen anderen Arten.Solch eine Artenzusammensetzung sei meist schon in den 1950er und 1960er Jahren verschwunden, als begonnen wurde vor allem die dorfnahen Wiesen zu düngen, berichtete Hilgendorf. Gleich an der geringen Höhe des Aufwuchses sei erkennbar, dass diese Wiese hier fast noch nie gedüngt wurde. Nur das Vorkommen von Glatthafer könne auf eine Düngung hinweisen. Eine Düngung fördere die konkurrenzstarken Arten, so dass die Magerkeitszeiger von diesen verdrängt würden. Hier auf der Wiese war auch der Umbruch durch Wildschweine und das Einebnen durch den Landwirt kontraproduktiv für die Artenzusammensetzung. Wiesen wie diese seien als Kulturlandschaftsrelikte aber zwingend auf ein Mahd angewiesen. Erfolge diese zum richtigen Zeitpunkt, wenn die Obergräser gerade abgeblüht seien, entziehe das dem Boden weitere Nährstoffe, was für viele seltene Arten wichtig sei. „Schafe haben zu Unrecht einen guten Ruf als Landschaftspfleger“, betonte der Diplom-Geograf. Besonders wenn diese längere Zeit auf einer Wiese eingepfercht sind, fressen sie das, was ihnen schmeckt bis auf die Terminalknospen ab und zerstören so die Pflanzen. Ein ähnliches Fressverhalten haben Pferde, während Rinder durch ihre Maulform eher oberflächlich grasen. Allerdings produziere eine Beweidung ganz andere ökologische Bedingungen als eine Wiesennutzung, wusste Hilgendorf. Bei der weiteren Begehung der Wiese gelangte die Gruppe auch in einen sehr nassen Bereich, der quellmoorartig anmutete. Hier fanden sich sogar Torfmoos (Sphagnum spec.), Moor-Labkraut (Galium uliginosum) und das Sumpfveilchen (Viola palustris). Eine weitere Bedrohung der Wiese ist die Verbrachung und Verbuschung von den Seiten her.
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| Harzer Labkraut und Echter Ehrenpreis |
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| Raupe vom Braunen Bären |
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| Sechsfleckwidderchen |
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| Scharlachroter Feuerkäfer |
Montag, 8. Juni 2026
Exkursion zu den "Unkotopen"
Wehrheim/Obermörlen. Schon zu Zeiten des Dritten Reiches gab es hier unweit vom Führerhauptquartier bei Obermörlen militärische Anlagen. Nach dem 2. Weltkrieg in den 1950er Jahren dann okkupierten die amerikanischen Streitkräfte das Gelände am Eichkopf zwischen Pfaffenwiesbach, Obermörlen und Bad Nauheim und richteten dort einen Truppenübungsplatz und weitere militärische Anlagen ein. 2006/2007 fand die Rückabwicklung statt. So beschrieb Thomas Götz von Hessen Forst am Sonntag, 7. Juni, den 13 Interessierten aus den Reihen der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod kurz die Geschichte des etwa 3500 Hektar umfassenden Geländes nördlich des Wintersteinturms. Und davon sind jetzt dank der außergewöhnlichen Nutzung jetzt 60 Hektar FFH-Gebiet. Es haben sich hier nämlich diverse Tümpel und Kleinteiche gebildet, die eine reiche Amphibienfauna beherbergen: Geburtshelferkröte (fraglich), Gelbbauchunke, Erdkröte, Kreuzkröte, Laubfrosch, Teichfrosch, Grasfrosch, Kamm-, Faden-, Teich- und Bergmolch. Im Florenbereich konnten noch keine relevanten Arten festgestellt werden. Jedoch hat hier schon die Heidelerche gebrütet, die jetzt dank vieler Kalamitätsflächen eine größeren geeigneten Lebensraum im Taunus vorfindet. Auch die Turteltaube wurde schon gesehen. Die Insektenfauna ist durch eine reiche Blütenzahl vielseitig, unter anderem mit vielen Schmetterlingen und Nachtfaltern. Da das Gebiet unter FFH-Schutz steht, gelte hier ein Verschlechterungsverbot, erläuterte Götz. Das bedeutet, dass die Fläche offengehalten werden muss. Dazu werde der aufkommende Gehölzbestand wechselweise auf den Stock gesetzt. Einzelbäume wie die alten Eichen oder Wildkirschbäume bleiben erhalten. Die Wiesenflächen werden gemäht und im Spätsommer/Herbst nachbeweidet. Stellenweise wurden vegetationsfreie Flächen für die Heidelerche geschaffen. Und die Mulden mit den Kleinbiotopen müssen erhalten bleiben. Um den Gelbbauchunken sichere Laichbiotope zu schaffen, hat Hessenforst hier jetzt mehrere „Unkotope“ eingerichtet. Das sind Wannen aus Kunststoff oder Edelstahl, die mit Wasser gefüllt werden. Durch Steine und Rohrmatten besteht die Möglichkeit für die Unken die Wannen zu verlassen. Mit Bewehrungsmatten, Hasendraht oder auch Zaunabdeckung wurde ein Waschbärschutz geschaffen. Die Wannen werden im Herbst entleert, damit sich keine anderen Amphibien hier ansiedeln. Erst im Frühjahr werden sie wieder gefüllt. Denn die Gelbbauchunken sind eigentlich eine Auenart, die in erst frisch entstandenen Pfützen und flachen, warmen, sonnigen, gerne schlammigen Tümpeln ablaichen, in denen es keine Fische oder andere Amphibien gibt. sn
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| Klaus am "Edel-Unkotop" |
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| Gelbbauchunke |
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| Unkenlaich |
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| Teichfroschtümpel |
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| Unken-Logo |
Artikel aus dem Usinger Anzeiger vom September 2008:
WEHRHEIM (sn). Tiefe Fahrspuren durchziehen das Gelände. Der Pflanzenwuchs ist noch dürftig, der Fachmann spricht von Pioniervegetation. Manche der einzelnen Eichen sehen aus wie von Caspar David Friedrich gemalt: abgestorbene Stämme ragen in den Himmel, unten von kräftig grünen Ästen umrahmt. Und überall sind kleine Tümpel, in denen sich der Rohrkolben ausbreitet.
Auf dem Truppenübungsplatz Winterstein nordöstlich von Wehrheim-Pfaffenwiesbach herrscht seit drei Jahren kein Übungsbetrieb mehr. Jetzt will die Bundesrepublik Deutschland, die den Amerikanischen Streitkräften das Gelände in den 1950er Jahren überlassen hatte, die Flächen wieder den Kommunen zurückgeben. Doch Ober-Mörlen, Friedberg, Bad Nauheim, Rosbach und Wehrheim bestehen darauf, dass die Bundesrepublik Deutschland das Gelände zunächst auf Altlasten hin untersucht und diese gegebenenfalls beseitigt. Außerdem gibt es hier noch immer Stacheldraht, Gruben, Schützengräben und Gebäude, in denen der Häuserkampf geübt wurde. Diese sollen auch erst noch entfernt, zugeschüttet und abgerissen werden, bevor die Kommunen bereit sind, die Verkehrssicherungspflicht zu übernehmen. Aus diesem Grund ist aus der geplanten Übergabe zum 30. September noch nichts geworden. Aber in Jahresfrist soll alles erledigt sein. Etwa 3200 Hektar umfasst das gesamte Gelände, wovon aber nur etwa 70 Hektar als Kernbereich intensiv durch Übungstätigkeiten genutzt wurden. Und davon wurden jetzt 59 Hektar um den Eichkopf bei Ober-Mörlen als Gebiet nach der Flora-Fauna-Habitat-(FFH)-Richtlinie der Europäischen Union unter Schutz gestellt, denn hier hat sich die Gelbbauchunke (Bombina variegata) angesiedelt. Sie liebt die kleinen Tümpel, die noch schlammig sind und noch nicht zuviel Pflanzenwuchs aufweisen. Entstanden seien die die kleinen, mal mehr, mal weniger tiefen Wasserlöcher durch den Einsatz der Panzer, erklärte Thomas Götz, Sachbereichsleiter forstliche Dienstleistungen und Hoheit des Forstamtes Weilrod, in dessen Bereich der ehemalige Truppenübungsplatz liegt. Die Panzerketten hätten den Taunusschiefer zermahlen, so dass die nunmehr tonige Masse die Tümpel abdichtet. Und da das Gebiet nach der FFH-Richtlinie geschützt sei, gelte ein Verschlechterungsverbot. Das bedeutet, dass die Fläche in dem derzeitigen Zustand zu erhalten ist. „Das ist jetzt die Kunst“, äußerte Götz, denn die Sukzession, der Vorgang der Entwicklung der Pflanzengesellschaften, der in Mitteleuropa fast immer zu Wald führt, habe bereits begonnen. Nur durch spezielle Pflege sei der Status quo zu erhalten. Aufbauend auf einer Grunddatenerfassung durch das Büro Bioplan, Ober-Ramstadt, will jetzt das Land Hessen einen Maßnahmenplan entwickeln. Der Schwerpunkt liege dabei auf der „Bewirtschaftung“ der Gelbbauchunke, erläuterte Götz. Denn hessenweit sei diese Fläche mit Dutzenden von Exemplaren eine der wertvollsten Standorte in Hessen. Weitgehend einig seien sich auch alle betroffenen Kommunen, die Fläche in Richtung der stillen Erholung zu entwickeln. Zusammen mit dem Naturpark Hochtaunus werde ein Konzept entwickelt, das Gebiet für Wanderer und „normale“ Radfahrer zu öffnen. „Die Wildkatze ist hier Stammgast“, ist sich Götz sicher. Und er hofft, dass auch der Luchs komme. „Das ist eine Riesenchance“, denn dies sei zurzeit das größte Gebiet in Hessen, das von einer militärischen in eine zivile Nutzung übergehe.
Mittwoch, 11. März 2026
Kinder helfen Kröten
Nach einer regnerischen Nacht warteten schon 31 Kröten und ein Molch in den Eimern an der Ziegelhütte aufs „Taxi“. Am Mittwochmorgen hatte die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod die 20 Vorschulkinder aus der Kindertagesstätte „Eigensinn“ in Rod an der Weil eingeladen, bei der Amphibienrettung zu helfen. Pünktlich kamen die Kinder mit ihren Erzieherinnen um Kindergartenleiterin Claudia Schwirkosch an der Weilbrücke an. Sabine Neugebauer und Jürgen Böhmer von der Umweltgruppe begrüßten die Kinder in einem großen Kreis und erklärten kurz, warum die Kröten, Frösche und Molche über die Straße getragen werden. Nämlich damit sie auf der Wanderung zum Teich, wo sie ihre Eier, den Laich, absetzen wollen, nicht überfahren werden. Ausgerüstet mit ihren Spieleimern und Handschuhen durften die Kinder dann in die im Boden eingesenkten Fangeimer hineinschauen. Und entdeckten dort, etwas versteckt unter Moos oder Blättern, die gut getarnten Tiere. Manche der Steppkes waren „mutig“ und trauten sich, die Kröten vorsichtig aus dem Eimer zu holen, andere waren etwas zögerlich. Aber schließlich hatte jedes Kind mindestens eine Kröte in seinem Eimer. Ordentlich in einer Zweireihe überquerte die Gruppe mit den Kröten sicher in den Eimern die Weilstraße. Dann stapften sie hoch zu dem Teich an der Ziegelhütte. Dort entließen sie die Kröten vorsichtig am Ufer. Manche sprangen gleich ins Wasser, andere nahmen sich etwas Zeit. Zum Dank brachten die Kinder den beiden Mitgliedern der Umweltgruppe ein Ständchen, nämlich das Lied von den „Fröschelein“.
Sabine N.
Ergänzung der Amphibienzäune Ziegelhütte und Gemünden
Eine Woche später, am 7. März, fanden sich wieder einige Helfer, um den restlichen Zaun an der Ziegelhüte aufzubauen. Das Weilwasser war zurückgegangen, nachdem die Gemeinde den "Damm" aus Treibgut entfernt hatte. Glücklicherweise hatte die Weil viel Sand zurückgelassen. Den konnten wir zum Befestigen des Zaunes am Untergrund gut gebrauchen, denn die Häringe gingen zur Neige. Und es war höchste Zeit den Zaun aufzubauen, denn einige Kröten waren schon unterwegs.
Anschließend fuhren wir noch nach Gemünden, um dort den Zaun zu verlängern, nachdem dort im vergangenen Jahr Richtung Niederlauken viele tote Kröten und Molche auf der Straße lagen.
Sabine N.
Schließen des Zauns an der Emmershäuser Hütte
Bei unserer Ankunft hatten die Pfadfinder schon ein großes Stück der Arbeit geschafft.
Was für ein Glück, denn für das letzte Feintuning im schwierigen Gelände waren von erfahrenen Amphibienhasen zeitintensive Bergbau- und auch Bergsteigerfähigkeiten am Straßenrand verlangt.
Hessen Mobil hatte im Rahmen der Straßensanierung zwar 3 Tunnel eingebaut, aber nicht berücksichtigt, dass im an manchen Stellen fast senkrechtem Gelände auch die Zaunplanen amphibiendurchschlupfsicher angeschlossen werden müssen.
Letztlich haben wir das alles hingekriegt, hoffen aber sehr, dass es hier in absehbarer Zeit noch zu einer Nachbesserung durch Hessen Mobil kommen wird und die Weilroder Amphibien eine Leiteinrichtung bekommen, wie in anderen Gemeinden auch.
Sabine S.
Amphibienzaunaufbau am 28.02.26 an der Ziegelhütte
Noch vor einigen Tagen vereinigten sich Weil und Cratzenbach an der Ziegelhütte zu einem lauten und reißenden Gewässer. Eine sehr gute Sache für die Natur, aber den Mitgliedern der Umweltgruppe stellte sich die letzte Woche über die Frage, wie es mit dem aufgrund der Witterung eilbedürftigen Aufbau des Amphibienzauns für unsere Kröten, Fröschen, Molche und Salamander unter diesen Umständen klappen sollte.
Am Samstag war das fließende Wasser zwar deutlich zurückgegangen, die Wiese Richtung Waldeck stand jedoch bis zum Hang unter Wasser. Zaunhaltestangen und Auffangeimer zu installieren ging unter diesen Umständen nicht.
Nach kurzer Beratung wurde entschieden: Bis auf weiteres wird der Amphibienzaun nur in Richtung Rod aufgestellt plus einem kleinen Stück vom Fahrweg bis Cratzenbach. So wurde der Zaun ausgerollt, Halter in die (steinige) Erde geklopft, Befestigungen angebracht und Löcher für die Eimer in den (steinigen) Boden gegraben.
Nebenbei wurde am Weilufer Müll gesammelt: Zum Vorschein kamen unter anderem ein neuwertiger Kinder – Gummistiefel in Pink und ein violetter Sportwagen, leider ohne TÜV.
Viel Zeit zum Verschnaufen blieb nicht, wir fuhren weiter nach Emmershausen, um die Pfadfinder zu unterstützen, die dort bereits seit Stunden mit dem Zaunaufbau zugange waren.
(Sabine S.)
Samstag, 21. Februar 2026
Amphibienzaunaufbau
Liebe Amphibienfreunde,
am kommenden Samstag, 28. Februar, wollen wir den Amphibienazun an der
Ziegelhütte aufbauen und den an der Emmershäuser Hütte in Zusammenarbeit
mit den Pfadfindern "scharf" machen. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der
Ziegelhütte. Bitte Werkzeug wie Spaten, Schaufel, Hammer mitbringen und
natürlich Gummistiefel und Handschuhe. Die Pächter der Wiesen an der
Ziegelhütte wissen Bescheid und haben die Erlaubnis erteilt.
Eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme wäre schön. Wenn wir genügend
Personen sind, können vielleicht auch noch welche in Gemünden
mithelfen. Dort soll der Zaun verlängert werden und muss scharf gemacht
gwerden.
Viele Grüße
Sabine Neugebauer
Donnerstag, 5. Februar 2026
Nistkästen Riedelbacher Heide
Derzeit hängen in der Riedelbacher Heide insgesamt 43 Nisthilfen für Vögel (38 alte Kästen sowie fünf vom RV Anspach finanzierte neue Schweglerkästen aus Holzbeton).Die meisten Kästen sind aus Holz und für Baumläufer konstruiert. Das Holz hat im Laufe der Jahre stark gelitten, drei dieser Kästen waren nicht mehr zu retten. Etliche der nun reparierten Kästen, die aktuell erst einmal weiter verwendet werden, sind in einem schlechten Zustand und sollten ab 2027 Zug um Zug ausgetauscht werden.
Mehr als 43 Kästen werden aus unserer Sicht nicht benötigt, beim Austausch sollte jedoch ein Großteil der Baumläuferkästen durch auch für andere Arten besser geeignete Modelle ersetzt werden.
Jeder Nistkasten wurde angeschaut und gereinigt.Bei nahezu allen alten Kästen wurden Reparaturen/Ergänzungen vorgenommen, z. B. Anbringung von neuen Dächern, Verschlusshaken, neuen Drahtbügeln zur Aufhängung. Bei ungünstig hängenden Kästen wurden Sicherungen aus Draht installiert, aus der Form gegangene Wände wurden angenagelt.
Einige Kästen mussten umgehängt werden, da sie falsch hingen (Sonne, Höhe) oder absturzgefährdet waren.
An jeden Kasten wurde eine runde schwarze Plakette mit weißer Ziffer angebracht. Für künftige Übersichtspläne bzw. die Verortung gelten nur noch diese Nummern. Kästen mit der Bezeichnung XX etc. gibt es nun nicht mehr.
Wegen der Schädlichkeit von Sonnenlicht wurden die Plaketten auf der jeweils lichtabgewandten Seite angebracht, also nicht alle an der gleichen Stelle.
Solange wir noch können, werden Hartmut und ich künftig nach jeder Nistkastenreinigungsaktion eine Begehung im o. g. Sinn vornehmen sowie auch bei Auffälligkeiten im Jahresverlauf versuchen, Abhilfe zu schaffen.
In meiner Cloud habe ich zur Veranschaulichung des oben geschilderten eine fotografische Dokumentation der Arbeiten gespeichert.
Alles kann unter diesem Link
https://c.1und1.de/@1518580321694515573/kyHCoMGBIFezd93UWnh4cw
angesehen und/oder heruntergeladen werden.
Was HR in nächster Zeit noch tun wird:
· Eine schriftliche Arbeitsanweisung für künftige Nistkastenreinigungen erstellen (und beim nächsten Mal für Erklärungen etc. dabei sein)
· Einen Lageplan mit allen Kästen erstellen
· Mit Marlis bezüglich der Fortschreibung der bisher verwendeten NABU – Datenbank kommunizieren
Nach der Rückkehr von Martin Brück wird ein Treffen zwischen uns, der LAW und dem RV Anspach stattfinden.
Wir können uns dann persönlich kennenlernen und absprechen, wie künftig am besten verfahren werden soll.
Viele Grüße
Hartmut und Sabine
Montag, 24. November 2025
Besuch des Wasserkraftwerks Lollar
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| Ronald Steinhoff (rechts) erläutert den Mitgliedern der Umweltgruppe Wissenswertes rund um das Wasserkraftwerk Lollar |
Rod an der Weil/Lollar. Im Lauf der vergangenen Jahrhunderte wurden die Fluss- und Bachauen in Mitteleuropa stark verändert. Landwirtschaft und Siedlungen rückten an die Gewässer heran, diese wurden begradigt, zur Wasserkraftgewinnung durch Mühlen wurden sie angestaut, Mühlgräben und Wehre gebaut. Wo es geht, werden heute solche Eingriffe rückgängig gemacht. Doch das geht eben nicht überall. An der Lahn beispielsweise sind die meisten Wehre unverzichtbar, denn der Lauf der Lahn wurde durch die Begradigung verkürzt, das Gefälle und damit die Erosionskraft erhöht. Hier dienen die Wehre weiterhin dem Hochwasser- und Erosionsschutz. Auch der Grundwasserspiegel würde bei Rückbau der Wehre absinken. Warum also nicht diese Standorte wie früher zur Gewinnung der Wasserkraft nutzen? Dies dachten sich auch vor rund 18 Jahren Maren und Ronald Steinhoff aus Rod an der Weil und sie beschlossen ihre bisherigen Arbeitsstellen an den Nagel zu hängen und sich mit Wasserkraft zu beschäftigen. Am Samstag besuchten Mitglieder der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod, die Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Weilrod, Viola Sode, und interessierte Gäste das Wasserkraftwerk in Lollar an der Lahn. „Sie sind die erste Gruppe aus Weilrod, die das Wasserkraftwerk besichtigt“, freute sich Ronald Steinhoff. Er begrüßte die Gäste mit einem kurzen historischen Rückblick auf den Wasserkraftstandort. Die Nutzung der Wasserkraft gehe auch in Lollar bis in das Mittelalter zurück. Damals sei mit Mühlrädern eine Vielzahl von schweren mechanischen Arbeiten verrichtet worden, erläuterte Steinhoff. Das Buderus-Wehr sei in seiner jetzigen Form im Zusammenhang mit der Erzvorbereitung und Erzverarbeitung 1854 errichtet und die Wasserkraft linksseitig auf dem jetzigen Gelände der Bosch-Thermotechnik GmbH genutzt worden. 2017 baute hier Steinhoff Energieanlagen ein neues Wasserkraftwerk mit zwei Turbinen von 160 und 90 KW Leistung. „Die Turbinen sind über 100 Jahre alt“, berichtete Steinhoff. Er habe diese robusten Maschinen saniert und hier wieder eingebaut. „Die halten noch einmal 100 Jahre“, ist er überzeugt. Rund 350 Haushalte werden mit dem hier erzeugten Strom versorgt. Beim Bau hat Steinhoff Auf- und Abstiegshilfen für Fische mit eingebaut. Ein schräg zur Fließrichtung angeordneter Horizontalrechen mit 12 Millimeter Stabweite leitet die Fische zum Bremswehr, wo immer ein optimale Strömungsgeschwindigkeit für den Abstieg der Fische eingestellt wird. Aufsteigen können die Fische über einen Borstenfischpass, der auch für Kanuten zum Treideln ihrer Kanus genutzt werden kann. Das sechste Wasserkraftwerk, das er mit seiner Firma betreibt, sei derzeit im Bau, erklärte Steinhoff.. „Da wird ein Planfeststellungsverfahren wie bei einem Atomkraftwerk gefordert“, bedauerte er. So habe die Genehmigungszeit dreieinhalb Jahre betragen, die Bauzeit sei mit fünf Monaten veranschlagt. Dabei spare allein das Wasserkraftwerk Lollar -neben vielen anderen Vorteilen- 645 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein. Künftig wolle er auch Aquathermie an seinen Anlagen nutzen. „Es fließt hier jede Menge Energie vorbei“, so Steinhoff. Und die Gewässer seien durch Einleitungen und den Klimawandel ohnehin zu warm. Weitere Informationen: https://www.steinhoff-energie.de (Sabine N.)
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| Ronald Steinhoff |
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| Der Horizotalrechen (links) wird regelmäßig mit einem Rechenreinger von Unrat befreit. |





















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