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Samstag, 7. März 2020

Arbeitseinsatz am 7.3.

Heute hatten wir einen Arbeitseinsatz an zwei Orten. Eine Gruppe aus fünf Personen stapelte auf der Obstwiese am Ortsrand von Neuweilnau das Schnittgut zu einer Benjeshecke. Der BUND als Eigentümer der Fläche hatte die Obstbäume dort durch den Landschaftspflegeverband schneiden lassen. Nun musste noch das Schnittgut von der Wiese geräumt werden.
Sabine, Elfi, Martin und Wolfgang bei der Arbeit (Foto: Andrea Stieber)

Die Benjeshecke nach der Fertigstellung (Foto: Andrea Stieber)


An der Amphibienleitanlage Meerpfuhl war die andere Gruppe im Einsatz. Hier galt es, den Amphibienzaun an einigen Stellen noch dicht zu machen, bevor der große Ansturm an Kröten kommt.

Sabine Neugebauer

Samstag, 1. Februar 2020

Böden: wertvoll, komplex, sensibel, lebenswichtig, schützenswert


Ein „Stiefkind des Umweltschutzes“ stand am Mittwochabend im evangelischen Gemeindehaus von Altweilnau im Mittelpunkt: Boden. Dr. Maren Heincke, Bodenkundlerin, Referentin des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, erläuterte den rund 50 Zuhörern auf Einladung vom BUND Ortsverband Usingen/Neu-Anspach und der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod Bedeutung und Gefährdung dessen, was wir täglich mit Füßen treten.

 „Böden sind wertvoll, komplex, sensibel, lebenswichtig und darum schützenswert“, so Heincke. Bereits 1972 sei in der europäischen Bodencharta Bedeutung und Schutz von Böden niedergeschrieben worden. „Das Problem ist, vom Wissen zum Handeln zu kommen“, mahnte die Bodenkundlerin an. Boden habe vielfältige Funktionen, wie Nahrungsmittelproduktion, Wasserreinigung, CO2-Speicherung, Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen, Speicher für Natur- und Kulturgeschichte aber eben auch Fläche für Wohnen, Gewerbe und Infrastruktur. Und da der Anteil an hochproduktiven Böden auf einer Weltkarte dargestellt verschwindend gering ist, komme dem Erhalt dieser Standorte größte Bedeutung bei. „Der Run um Boden und Wasser hat schon begonnen“, sagte die Referentin, gute Böden würden bereits von Investoren aufgekauft. Und sie schlug einen Boden von Mangelernährung und Übergewicht, über die CO2-Speicherfähigkeit von Ozeanen, Böden und Wäldern bis in zu Frauenrechten.

 Jochen Kramer, Mitglied des Landesvorstands des BUND Hessen, zeigte die Positionen des BUND Hessen zu Flächenschutz, Regional- und Stadtplanung auf. Aber zunächst ging er auf die Herausforderungen des Klimawandels ein, der durch nicht erwartete und einberechnete Faktoren wie das Auftauen von Permafrostböden und damit Freisetzung von CO2 sowie die weltweiten Waldbrände noch schneller voranschreite. Dadurch komme es verstärkt zur Wüstenbildung. So auch schon in Teilen Brandenburgs. Was wiederum landwirtschaftlich nutzbare Flächen betreffe. Und hier in Frankfurt wolle man beste Böden in Bauland umwandeln. Oder weitere Logistik-Zentren auf Ackerflächen bauen. Bei diesem Thema seien sich der Hessische Bauernverband und der BUND einig: Der Flächenverbrauch müsse möglichst schnell auf Netto Null sinken. Aber hier seien die Ziele der Bundesregierung kürzlich wieder abgeschwächt worden. So sei auch eine Dichte von 25 Wohneinheiten je Hektar, wie sie hier im Wohnbaugebiet Neuerborn in Altweilnau angestrebt werde „überholt“. „Man müsste bei 40 Wohneinheiten je Hektar anfangen“, so Kramer. 

Jochen Kramer (von links), Dr. Maren Heincke, Eva Holdefer, Marlis Teubert und Friederike Schulze plädieren für verstärkten Bodenschutz.

Auch Friederike Schulze, Vorsitzende des BUND-Ortsverbandes Usingen/Neu-Anspach teilte diese Ansicht. Die geringe Bebauungsdichte dieser „Trabantenstadt“ sei nicht mehr zeitgemäß. Vorrangig sei die Nutzung von Baulücken sowie die Innenverdichtung, da dann keine neuen Straßen nötig seien. „Jeder von uns muss die Komfortzone verlassen“, betonte sie, Wohnzimmer von 50 Quadratmetern Größe seien inakzeptabel. Aus den Reihen der Zuhörer, zu denen viele Altweilnauer zählten, aber auch einige Vertreter der Landwirtschaft sowie zwei Mitglieder des Weilroder Gemeindevorstands, kamen interessierte Rückfragen und Anregungen. So regte Hans Krieg beispielsweise an, nur noch Null-Energiehäuser und Mehrgenerationenhäuser zu bauen. Aber dazu gebe es keine Vorgaben im Bebauungsplanentwurf. Marlis Teubert, Vorsitzende der Umweltgruppe, wies darauf hin, dass der Bebauungsplan „Neuerborn“ vom 27. Januar bis zum 28. Februar offenliegt, so dass jeder seine Anregungen und Bedenken vorbringen kann. Dazu betonte Teubert, dass die ursprüngliche Planung nur einen Bruchteil der jetzt vorgelegten Planung umfasst habe.

Das rot schraffierte Gebiet umfasst die Fläche, für die ursprünglich ein Baugebiet geplant wurde.
 

Sonntag, 5. Januar 2020

Vortrag und Diskussion zum Thema „Boden Wert schätzen“

In Hessen werden täglich Flächen in der Größe von mehr als vier Fußballfeldern versiegelt. Grund dafür ist einerseits die Zunahme der Bevölkerung, aber auch der stetige Anstieg der Ansprüche der Menschen. So schrumpfen nicht nur in Hessen und Deutschland, sondern weltweit die natürlichen Lebensräume und landwirtschaftlichen Flächen besorgniserregend. 

Darum wird am Mittwoch, 29. Januar, 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus von Altweilnau Dr. Maren Heincke, Bodenkundlerin, Referentin des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, über die Bedeutung der Böden als Lebensgrundlage des Menschen sprechen. Zu dieser Veranstaltung laden der BUND Hessen in Zusammenarbeit mit dem Ortsverband Usingen/Neu-Anspach und die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod ein. Anlass ist die aktuelle und künftige Stadtplanung in Weilrod auf wertvollen Grünflächen.




 „Boden ist Leben!" unter dieser Prämisse erläutert die Referentin, dass Böden oft als bloße Flächen betrachtet werden, jedoch Bestandteil unseres Ökosystems und eines der kostbarsten Güter der Menschheit sind. Böden sichern unsere Lebensmittelproduktion, reinigen das Grundwasser, regulieren das Klima und bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Hoch ertragreiche Böden werden von den kommenden Generationen zur Lebensmittelproduktion benötigt. Deswegen ist eine globale und nachhaltige Bodenpolitik unverzichtbar. Jochen Kramer, Mitglied des Landesvorstands des BUND Hessen, zeigt die Positionen des BUND Hessen zu Flächenschutz, Regional- und Stadtplanung auf. Der BUND fordert eine nachhaltige Regional- und Stadtplanung, die den Erhalt der ökologischen Lebensgrundlagen für kommende Generationen langfristig sichert. Im Anschluss an den Vortrag findet eine Fragerunde statt und es besteht die Möglichkeit zur Diskussion des Themas. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Mittwoch, 22. Mai 2019

Spurensuche Gartenschläfer

Am vergangenen Donnerstag hat uns Susanne Schneider vom BUND 12 Spurtunnel für unsere Streuobstwiese mitgebracht. Sie werden zuerst gefaltet.

Dann werden schmale Brettchen vorbereitet: ein Streifen Papier wird mit Heftpunkten aufgeklebt. Darauf sollen sich später die Spuren der Gartenschläfer finden.

Vor und hinter dem Papier wird eine Art Stempelkissen hergestellt. Auf Malerkrepp wird dazu eine Mischung aus Olivenöl und Aktivkohle aufgetragen. Diese Mischung können sich die Tiere bedenkenlos von den Füßen ablecken.

Die so vorbereiteten Brettchen werden anschließend in die Röhren eingelegt. Die Röhren werden unter waagerechten Ästen von Bäumen angebracht. Wenn dann eine neugieriges Tier, hoffentlich ein Gartenschläfer, die Röhre inspiziert, hinterlässt es auf dem Papier seine Fußabdrücke. Experten können dann feststellen, um was für eine Tierart es sich handelt. Dazu werden die Papierstreifen eingeschickt und der Spurtunnel neu bestückt.

Samstag, 16. Februar 2013

Kampf um unseren Wald - Öffentliches Forum am 08. März in Wehrheim

Aus der Einladung:

Kampf um unseren Wald - Das neue Hessische Waldgesetz und seine Umsetzung

Die Kreisverbände Hochtaunus des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, mit Forst-Fachleuten und anderen Interessenvertretern über die gemeinschaftliche und naturverträgliche parallele Nutzung des Waldes zu diskutieren.
Das öffentliche Forum findet am Freitag, 8. März 2013, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus von Wehrheim im Taunus statt.
Der Hessische Landtag wird in Kürze ein neues Waldgesetz verabschieden. Damit reagiert die Politik auf neue Anforderungen und Erwartungen an unseren Wald. Hessen ist das waldreichste Bundesland und der Taunuswald liegt im Einzugsbereich des Ballungsraumes Rhein-Main. Noch nie zuvor stand unser Wald so heftig im Fadenkreuz unterschiedlicher und teils einander konkurrierender Interessen: Holz als erneuerbarer Werk- und Brennstoff und damit als Erwerbsquelle für Land, Kommunen und private Waldbesitzer, Wald als Refu-gium für Wildtiere und Pflanzengesellschaften, Wald als uneingeschränkter Gratis-Ort für Sport und Ruhe, Wald als Quelle für sauberes Wasser und reine Luft... Die Position der Ver-anstalter lautet in Kurzform: Der Wald ist für alle da, aber nicht für alles.

Sonntag, 8. April 2012

Podiumsdiskussion "Windkraft im Hochtaunuskreis"

Der DGB veranstaltet am Dienstag, den 17. April, um 19 Uhr in der Hugenottenkirche, Marktplatz 23, in Usingen eine Podiumsdiskussion zum Thema „Windkraft im Hochtaunuskreis“. 

Das Einführungsreferat hält Dr. Justus Brans vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema  „Akzeptanz der Windenergie“. 
Auf dem Podium diskutieren Birgit Simon vom Regionalverband Frankfurt Rhein-Main, Hermann Maxeiner, BUND Hessen, und Frederik Moch, DGB Bundesvorstand, unter Moderation von Frank Bugge, Usinger Anzeiger. (sn)