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| Fuchs' Knabenkraut |
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| Die Exkursionsteilnehmer mit Berthold Hilgendorf (4. von rechts) |
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| Wald-Läusekraut, Rote-Liste-Art |
Riedelbach.
Magerkeitszeiger
und Höhenzeiger sind in der Hirtenwiese bei Riedelbach noch einige
zu finden. Auf diese Pflanzen wies Diplom-Geograph Berthold
Hilgendorf die zehn Interessierten aus den Reihen der Umweltgruppe
der Lokalen Agenda 21 Weilrod und der Landakademie Weilrod am Samstag
bei einer botanischen Exkursion besonders hin. Zu dieser Zeit blühten
auch noch Dutzende Exemplare von Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza
fuchsii). Diese
Orchidee sei früher eine typische Wiesenart gewesen, jetzt aber nur
noch auf wenigen, ungedüngten Wiesen in Höhenlagen zu finden, so
Hilgendorf. In den dauernassen Standorten auf der Wiese blühte
gerade Brennender Hahnenfuß (Ranunculus
flammula) und
Sumpfvergissmeinnicht (Myosotis
scorpioides),
die hier zusammen mit Binsenarten wachsen. Auf die Höhenlage von
rund 500m ü NN wiesen die Teufelskralle (Phyteuma
nigrum),
die Schwarze Flockenblume (Centaurea
nigra)
und ein kleines Vorkommen von Bergwohlverleih (Arnica
montana)
hin. Die nährstoffarmen Standorte dieser Wiese bedingen das
Vorkommen von Harzer Labkraut (Galium
saxatile),
Kreuzblümchen (Polygala
vulgaris),
Waldläusekraut (Pedicularis
sylvatica), Hasenbrot (Luzula campestris), Echtem
Ehrenpreis
(Veronica officinalis) und
einigen anderen Arten.Solch
eine Artenzusammensetzung sei meist schon in den 1950er und 1960er
Jahren verschwunden, als begonnen wurde vor allem die dorfnahen
Wiesen zu düngen, berichtete Hilgendorf. Gleich an der geringen Höhe
des Aufwuchses sei erkennbar, dass diese Wiese hier fast noch nie
gedüngt wurde. Nur das Vorkommen von Glatthafer könne auf eine
Düngung hinweisen. Eine Düngung fördere die konkurrenzstarken
Arten, so dass die Magerkeitszeiger von diesen verdrängt würden.
Hier auf der Wiese war auch der Umbruch durch Wildschweine und das
Einebnen durch den Landwirt kontraproduktiv für die
Artenzusammensetzung. Wiesen wie diese seien als
Kulturlandschaftsrelikte aber zwingend auf ein Mahd angewiesen.
Erfolge diese zum richtigen Zeitpunkt, wenn die Obergräser gerade
abgeblüht seien, entziehe das dem Boden weitere Nährstoffe, was für
viele seltene Arten wichtig sei. „Schafe haben zu Unrecht einen
guten Ruf als Landschaftspfleger“, betonte der Diplom-Geograf.
Besonders wenn diese längere Zeit auf einer Wiese eingepfercht sind,
fressen sie das, was ihnen schmeckt bis auf die Terminalknospen ab
und zerstören so die Pflanzen. Ein ähnliches Fressverhalten haben
Pferde, während Rinder durch ihre Maulform eher oberflächlich
grasen. Allerdings produziere eine Beweidung ganz andere ökologische
Bedingungen als eine Wiesennutzung, wusste Hilgendorf. Bei der
weiteren Begehung der Wiese gelangte die Gruppe auch in einen sehr
nassen Bereich, der quellmoorartig anmutete. Hier fanden sich sogar
Torfmoos (Sphagnum
spec.),
Moor-Labkraut
(Galium uliginosum)
und
das Sumpfveilchen (Viola
palustris).
Eine weitere Bedrohung der Wiese ist die Verbrachung und Verbuschung
von den Seiten her.
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Harzer Labkraut und Echter Ehrenpreis
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| Raupe vom Braunen Bären |
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| Sechsfleckwidderchen |
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| Scharlachroter Feuerkäfer |
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