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Sonntag, 22. September 2019

Dienstag, 5. Dezember 2017

Umweltpreis der Gemeinde Weilrod

Am Sonntag beim Ehrenamtsadventsempfang haben wir den Umweltpreis der
Gemeinde Weilrod für unseren Einsatz zur Pflege der Obstwiese bei Rod an
der Weil erhalten. Aber auch vier andere Weilroder Gruppen und
Einzelpersonen wurden mit dem Umweltpreis ausgezeichnet:

http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/weilrod/weilrod-gemeinde-zeichnet-verdiente-ehrenamtler-aus_18368678.htm

Donnerstag, 21. Februar 2013

Warum wertvolles Getreide nicht in den Pkw-Tank gehört; Usinger Anzeiger vom 21.2.2013

Foto: Die Klasse R10b der Max-Ernst-Schule hat sich mit dem Thema E10-Kraftstoff beschäftigt und damit einen zweiten Platz im bundesweiten Schülerwettbewerb zur politischen Bildung erreicht. Foto: S. Neugebauer

 Arbeit der Klasse R10b der Max-Ernst-Schule Riedelbach über Biosprit preisgekrönt

RIEDELBACH (sn). 
„Agrosprit hält Hunger fit! - Getreide ist zum Essen da!“ Zu diesem Ergebnis kam die Klasse R10 b der Max-Ernst-Schule in Riedelbach. 
Im Rahmen des bundesweiten Schülerwettbewerbes zur politischen Bildung hatten sie sich für die Wahl eines freien Themas entschieden. So widmeten sie sich seit September bis zum Abgabeschluss am 1. Dezember dem Problem der Erzeugung von Biosprit E10 auf Anbauflächen für Lebensmittel. Dazu stellten sie Grundwissen über E10 zusammen, machten Umfragen bei Verbrauchern an Tankstellen über ihr Tankverhalten, befragten eine Tankstellenbesitzerin und besuchten ein Öltanklager des Erich Doetsch Mineralölhandels in Andernach. 
Aber sie suchten auch nach anderen Ursachen für den Welthunger. Außer der Nutzung von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Produkten wie Zuckerrohr für die Ethanolgewinnung wird Getreide auch für die Mästung von Tieren eingesetzt. „Die Verfütterung von Getreide und Soja zur Erzeugung von Tierfleisch ist Verschwendung, denn das Getreide könnte an die hungernden Menschen verteilt werden“, schreiben die Jugendlichen in ihrem Artikel „E10-Boykott ist nicht genug“. Ihr gesammeltes Wissen stellte die Klasse am Elternsprechtag an einem Infostand vor. 
Und sie schrieben auch eine Protestmail an Bundesumweltminister Peter Altmeier. Für ihre Bemühungen heimsten die Zehntklässler unter Leitung ihrer Lehrerin Heike Scharfe-Diebel jetzt einen zweiten Platz des Bundeswettbewerbs ein und erhielten dafür ein Preisgeld von 1000 Euro. Diese sollen zum Teil in die Abschlussfahrt und zum Teil in Klassen-T-Shirts zum Abschluss investiert werden. In diesem Jahr nahmen 2599 Klassen und Gruppen an dem Wettbewerb zur politischen Bildung teil, der seit 1971 ausgelobt wird.

Freitag, 20. Juli 2012

Kinder und Eltern Natur nahe bringen

Artikel aus dem Usinger Anzeiger vom 16. Juli 2012:

Julia Neumann aus Riedelbach ist Naturerlebnis-Pädagogin

Foto: Julia Neumann erläutert den Kindern anhand des Schirmplanetariums die Himmelsmechanik.
RIEDELBACH (sn). 
Viele Kinder verbringen ihre Freizeit heute vor dem Fernseher oder dem Computer, werden von der Musikschule zum Tanzen oder von der Feuerwehr zum Fußball gefahren. Da bleibt kaum noch Zeit einfach mal 'raus in die Natur zu gehen, am Bach zu spielen, durch Wald und Wiesen zu streifen.
So wird die Natur den Kindern und auch später den Erwachsenen fremd. Hier möchte Julia Neumann abhelfen. Sie hat sich über zwei Jahre hinweg zur Naturerlebnis-Pädagogin ausbilden lassen. Die studierte Landschaftsökologin aus Riedelbach hat selbst zwei Kinder. Und in den letzten beiden Jahren hat sie bereits die Natur-AG „Wald- und Wiesenfreunde“ der Grundschule „Am Sommerberg“ in Riedelbach geleitet sowie den Schulgarten betreut. Jetzt hat sie auch ihr Zertifikat vom Institut „CreNatur“ in Eitorf erhalten. An mehreren Wochenenden hatte sie in 300 Unterrichtsstunden Leitungs- und Sozialkompetenz, Sach- und Methodenkompetenz erworben sowie in einem „naturkundlichen Rundumschlag“ viel Wissen über das Leben in der Wiese, Pilze, essbare Pflanzen und Bodentiere aufgefrischt und vertieft. Aber auch die Waldwirtschaft, Naturerlebnisspiele und Projektplanung standen auf dem Stundenplan. Ihr Praktikum hat sie an der Wildnisschule Soonwald im Wildniscamp abgeleistet. 
Für ihr Abschlussprojekt, über das sie dann als Abschlussprüfung ein Referat halten und einen Bericht vorlegen musste, hatte Julia Neumann Kinder der Grundschule „Am Sommerberg“ eingeladen. Unter dem Motto „Wenn zwei Welten tauschen“ trafen sich die angehende Naturerlebnispädagogin und die acht Kinder am späten Nachmittag auf dem Grillplatz in Neuweilnau. Denn es ging um den Übergang vom Tag zur Nacht. Nach Kennenlernspielen entzündeten die Kinder das Lagerfeuer mit einem Zündstahl, um darin die Kartoffeln für das Abendessen zu garen. Und da auch die Sternbilder an diesem Abend eine Rolle spielten, las Julia Neumann den Kindern die Geschichte von dem Sternbild „Nördliche Krone“ aus der griechischen Mythologie vor. Aber es blieb nicht allein beim Lesen, zu einigen Abschnitten der Geschichte hatte sie auch Spiele mitgebracht. So segelte die ganze Mannschaft unter Theseus Leitung nach Kreta, um den Minotaurus zu besiegen. Später verteilte die 42-Jährige Karten mit den Abbildungen einiger bekannter Sternbilder. Und sie ließ die Mädchen und Jungs die Sternbilder mit Blüten oder Steinen an besonderen Plätzen nachlegen. Um die Himmelsmechanik zu verdeutlichen, bediente sich Neumann des Schirmplanetariums. Im Halbrund des dunklen Schirms hatte sie den großen und den kleinen Wagen, Kassiopeia und andere Sternbilder als Punktformationen aufgeklebt. So konnte sie ihren jungen Zuschauern anschaulich vermitteln, wie der Polarstern zu finden ist und wie sich der Nachthimmel im Laufe der Erdrehung verändert. Nach dem Abendessen aus den im Feuer gebackenen Kartoffeln, Kräuterquark, frischem Brot und Butter, zog die Truppe zum Schloss Neuweilnau. Unterwegs hörten sie Frösche quaken und sahen die ersten Fledermäuse fliegen, horchten auf den Ruf der Eulen. Auf dem Platz vor dem Schoss lauschten sie jeder an einem gemütlichen Plätzchen an einer Mauer oder unter einem Obstbaum weiter in die Nacht. In der Ferne zog ein Flugzeug seine Bahn, ein Auto brummte vorbei und in den Bäumen summten die Insekten. Und sie hatten einen guten Blick über den südlichen Sternhimmel. Regulus, der Hauptstern, den Frühlingssternbildes „Löwe“ leuchtete. Und mit Hilfe des großen Wagens, der ein Teil des großen Bären ist, fanden sie auch den Nordstern. Für die Zukunft hat sich Julia Neumann vorgenommen weitere Fortbildungen zu besuchen, ihr Wissen zu vertiefen und Netzwerke zu knüpfen, um Kindern und Erwachsenen die Natur näher zu bringen.



Mittwoch, 23. Mai 2012

Schwalben und Windkraft - Agendatreffen Mai 2012

Weilroder Agendagruppe will Kunstnester gegen Spende zur Verfügung stellen

NEUWEILNAU (sn). Aus seiner Tasche holte Albrecht Cromm, Vorsitzender der Gruppe Umwelt der Lokalen Agenda 21 Weilrod, ein merkwürdiges Gebilde hervor. Dies entpuppte sich als Kunstnest für Rauchschwalben, das er selbst hergestellt hatte. Und er hatte die Form dabei, mit der er es aus Gips und weiteren Zusätzen geformt hatte.

Bei ihrer jüngsten Sitzung am Montagabend in Neuweilnau beschloss die Umweltgruppe solche Kunstnester Interessierten gegen eine Spende zur Verfügung zu stellen. Außerdem will Cromm auch Kunstnester für Mehlschwalben anbieten. Bei Anbringung der Kunstnester ist es ratsam Kotbretter in einem Abstand von etwa 50 Zentimetern unter den Nestern zu platzieren. Dort, wo die Schwalben am Haus nicht erwünscht sind, erwägt die Agendagruppe Schwalbenhäuser oder -wände aufzustellen. Hierzu will sich die Gruppe aber noch den Rat eines weiteren Schwalbenexperten einholen. Außerdem teilte Schriftführerin Sabine Neugebauer mit, dass das Anwesen der Familie Bach in Riedelbach kürzlich vom Naturschutzbund Deutschland als „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet wurde. Mit ihrer Amphibiensammelaktion hat sich die Umweltgruppe um den Naturschutzpreis 2011 des Hochtaunuskreises beworben. Außerdem will sie sich um den Umweltpreis der Gemeinde Weilrod bemühen. Das Thema Windkraft, das wieder aktuell diskutiert wird, beschäftigte auch die Umweltgruppe. Thomas Götz vom Forstamt Weilrod erläuterte, wie die Planungsschritte im Bereich Winterstein vorangetrieben werden. Ein avifaunistisches, also vogelkundliches Gutachten für die in Frage kommenden Bereiche sei von allen Waldeigentümern gemeinsam in Auftrag gegeben worden. Ziel sei auch, das Wirtschaftlichkeitsgutachten gemeinsam zu vergeben. Cromm betonte, dass die in Weilrod infrage kommenden Flächen im Internet einzusehen seien. Bei hohem Windanfall sei die Stromspeicherung immer noch ein Problem, aber durch die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu lösen. Der Vorsitzende berichtete auch kurz aus dem Ausschuss für Landwirtschaft, Forst und Umwelt, indem kürzlich Forstamtsleiter Hans Lang zu Gast gewesen war. Dadurch wurde auch hier die Diskussion um die bei der Holzabfuhr zerfahrenen Waldwege sowie die Rückeschneisen angestoßen. Außerdem kam kurz die Renaturierungsmaßnahmen an Laubach und Sattelbach zur Sprache. Die nächste, öffentliche Sitzung der Agendagruppe Umwelt wird am Montag, den 16. Juli, um 19.30 Uhr, in der „Espabar“ in Neuweilnau stattfinden.

Usinger Anzeiger, 16. Mai 2012