Erstaunlicherweise haben viele der im letzten Herbst auf der Fläche zwischen Mauloff und Riedelbach gepflanzten Jungpflanzen den Sommer überlebt! Insbesondere die Wildkirschen sind fast alle noch lebendig.
Weblog der Agendagruppe Umwelt der Gemeinde Weilrod im Hochtaunuskreis
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Sonntag, 11. Oktober 2020
Freitag, 8. Dezember 2017
Riedelbacher Heide
Freitag, 16. August 2013
Ökologisches Gold und das Ende des Raubbaus
Artikel aus dem Usinger Anzeiger vom 16. August 2013
RIEDELBACH (sn). Ein Stück „ökologisches Gold“ zeigte Waldpädagogin Bhavana Kaiser den Kindern und Jugendlichen. Denn da stand mitten im Wald -weit genug weg vom nächsten Weg- ein dicker, morscher Buchenstamm mit Spechtlöchern, an dem ganz viele Baumpilze wuchsen. Drumherum lagen die heruntergefallenen Äste auf dem Boden. Und in der so entstandenen Lichtung wuchsen bereits wieder junge Bäume.
Neun Schüler nahmen in der letzten Ferienwoche an den Ferienspielen in der Max-Ernst-Schule teil. In Zusammenarbeit zwischen Schule, Gemeinde Weilrod und der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod wurde eine Betreuung mit dem Thema Natur und Umwelt angeboten. Und am Mittwochvormittag unternahm Kaiser zusammen mit den Schützlingen sowie dem Gemeindepädagogen Volkmar Janke und Schulsozialpädagogin Elisabeth Sommer als Betreuer einen Waldspaziergang. „Habt ihr schon etwas von Nachhaltigkeit gehört?“, fragte die Waldpädagogin in die Runde und erhielt zustimmende Antworten. Dieses Jahr sei für Förster ein besonderes Jahr. Denn vor 300 Jahren sei die Idee der nachhaltigen Waldbewirtschaftung von Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz erstmals niedergeschrieben worden. Kaiser verdeutlichte den Kindern, dass damals das Holz der Hauptenergielieferant gewesen sei, der zum Kochen, Heizen und Bauen, aber auch für die vorindustrielle Erzeugung von Energie zum Schmelzen von Eisen und Glas verwendet worden sei: „Um ein Kilogramm Eisen herzustellen, brauchte man drei Tonnen Holz!“. Entsprechend sei damals Raubbau an den Wäldern getrieben worden. Zu dem am Wegesrand lagernden Holz erklärte die Försterin, dass der Stapel Birkenholz zum Brennen in einem Kamin gedacht sei, während der Haufen Kronenholz zu Hackschnitzeln als Energielieferant verarbeitet werde. Aber sie wies auch auf Tierspuren am Wegesrand hin. Hier war der Boden von den Wildschweinen auf Nahrungssuche aufgewühlt. Und der kahle Fleck Waldboden mit den angeknabberten Jungbäumen drum herum markiere die Reviergrenze eines Rehbocks erklärte Kaiser.
Nicht nur Wissenswertes rund um Wald und Forst hatte die Waldpädagogin in petto, auch Spielerisches bot sie an. Da hieß es ganz still zu sein, auf alle Geräusche des Waldes zu lauschen und sie auf einem Blatt Papier zu notieren: das Gurren der Tauben in den Baumkronen, das Brummen eines Flugzeuges weit darüber, das Zwitschern der Meisen, das Rauschen des Windes, das Klopfen eines Spechtes. Aber auch rumtoben durften die Kinder. Und den dicksten Baum im Wald besichtigen und begreifen: eine mindestens 250 Jahre alte Eiche. „Diesen Baum gab es schon, als es noch keine Autos und keine Fahrräder gab“, ließ Kaiser die jungen Waldbesucher staunen.
Mittwoch, 14. August 2013
Umweltferienspiele, Tag mit der Waldpädagogin
Am Mittwoch ging Waldpädagogin Bhavana Kaiser (links) mit den neun Kindern und Jugendlichen in den Wald. Sie hatte viel Wissenswertes und Interessantes rund um 300 Jahre Nachhaltigkeit und Waldbau, Holznutzung und Tiere im Wald, aber auch Spielerisches im „Gepäck“.
Montag, 11. Februar 2013
Infos zum Kernflächenkonzept von Hessen Forst
Ein Lese-Tipp:
Ausführungen zum Kernflächenkonzept finden sich auch in dieser Veröffentlichung von Hessen Forst:
Arten- und Biotopschutz im Hessischen Staatswald: Die Naturschutzleitlinie im Kurzporträt
Zur Vorbereitung unserer Exkursion am 09.03.2013!
Gruß,
Thomas Dietrich
Ausführungen zum Kernflächenkonzept finden sich auch in dieser Veröffentlichung von Hessen Forst:
Arten- und Biotopschutz im Hessischen Staatswald: Die Naturschutzleitlinie im Kurzporträt
Zur Vorbereitung unserer Exkursion am 09.03.2013!
Gruß,
Thomas Dietrich
Mittwoch, 6. Februar 2013
Artikel aus dem Usinger Anzeiger vom 6. Februar 2013
Erster Einsatz gilt den heimischen Amphibien
Agendagruppe Weilrod wird am 23. Februar Zäune bauen
NEUWEILNAU (sn).
Bald ist es wieder soweit, dann ziehen sie los zu ihren Laichgewässern. Gemeint sind die Frösche und Kröten, Molche und Feuersalamander. Darum will die Gruppe Umwelt der Lokalen Agenda 21 Weilrod am Samstag, den 23. Februar wieder anfangen, die Amphibienzäune an der Ziegelhütte und der Emmershäuser Hütte aufzubauen.
In diesem Jahr werden es sogar noch 200 Meter mehr sein. Denn -wie die Gruppe im vergangenen Frühjahr feststellte- reichten an der Emmershäuser Hütte die aufgestellten 200 Meter noch nicht aus. Es gab noch reichlich überfahrene Amphibien auf der Weilstraße, obwohl dort bereits 567 Tiere von den freiwilligen Helfern eingesammelt und wohlbehalten auf die andere Straßenseite transportiert wurden. Und so hat die Umweltgruppe von ihren Preisgeldern des Naturschutzpreises des Hochtaunuskreises und des Umweltpreises der Gemeinde Weilrod wieder ein Stück des grünen Zaunes mit Stäben, Klammern und Erdnägeln sowie Eimer gekauft. Am 23. Februar treffen sich dann die Amphibienschützer um 9 Uhr im Bereich der Emmershäuser Hütte an der Weilstraße um dort die Löcher für die Eimer zu graben und die Zäune aufzustellen. Weitere Helfer sind herzlich willkommen.
Auch zu einer Besichtigung der so genannten Kernflächen im Weilroder Staatswald lädt die Gruppe ein. Am Samstag, den 9. März, um 10 Uhr ist Treffpunkt am Forstamt Schloss Neuweilnau. Von dort geht es in Fahrgemeinschaften zu den drei Flächen auf Weilroder Gemarkung, die im Rahmen des Kernflächenkonzeptes von Hessen-Forst unter Schutz gestellt werden sollen. Wie Thomas Götz vom Forstamt Weilrod bei der Agendasitzung erläuterte, wurden im Bereich des Forstamtes Weilrod, der bis nach Butzbach reicht, insgesamt 60 Hektar Staatswaldflächen ausgewählt. Kriterien bei der Auswahl waren Standortgegebenheiten wie Feuchtbiotope oder Felsformationen, aber auch das Alter der Bestände. Dies seien Standorte, die vermuten lassen, dass hier eine besonders Große Artenvielfalt herrsche, erläuterte Götz. Denn gerade Moose und Flechten, die auf Altholz leben, seien besonders häufige Vertreter auf der Roten Liste. Zusammen mit den anerkannten Naturschutzverbänden seien die Flächen besichtigt und für gut befunden worden. Diese Flächen des „Urwalds von morgen“ werden unter totalen Schutz gestellt. Weit ab von Straßen darf hier auch mal ein alter Baum umfallen. Götz ging auch auf die Problematik der Berechnung dieser Flächen als Ausgleichsmaßnahmen für die zukünftigen Windkraftanlagen ein.
Der Vorsitzende der Agendagruppe, Albrecht Cromm berichtete kurz, dass bereits vor etwa fünf Jahren alle Weilroder Ortsbeiräte nach Standorten alter Müllkippen befragt worden seien. Denn immer wieder tauchen an manchen Stellen in Wald und Flur aus dem Boden Überreste auf. Einige Bohrungen hätten damals stattgefunden. Dabei seien keine das Grundwasser bedrohenden Altlasten gefunden worden. Müllfunde -ob neu oder alt- können über die Homepage der Gemeinde Weilrod unter dem Stichwort Mängelanzeige gemeldet werden. Die Gemeinde sorgt dann für einen Abtransport. Die nächste Sitzung der Agendagruppe Umwelt findet am Montag, den 15. April um 19.30 Uhr in der Espabar statt.
Unter Moosen und Flechten an Altholz finden sich oft Vertreter der Roten Liste. Foto: S. Neugebauer
Freitag, 23. November 2012
Auf der Suche nach Flächen , "wo die Axt ruht"
(Artikel aus dem Usinger Anzeiger vom 22.11.2012)
ROD AN DER WEIL (sn).
Im Weilroder Gemeindewald soll das Forstamt Weilrod nach geeigneten Flächen für das Kernzonenprojekt suchen. Für diesen Auftrag sprachen sich am Dienstagabend die Mitglieder des Ausschusses für Landwirtschaft, Forst und Umwelt bei ihrer jüngsten Sitzung aus, nachdem Thomas Götz vom Forstamt diesen Baustein des Naturschutzkonzeptes von Hessen-Forst vorgestellt hatte.
Dieses Konzept umfasse drei Bausteine, erläuterte Götz. Einerseits würde schon seit längerem so genannte Habitatbäume mit Nisthöhlen oder Horsten geschützt. Der zweite Baustein sei der Artenschutz. Hier im Forstamtsgebiet werde als Leitart vor allem auf den Schutz der Wildkatze und ihrer Biotope geachtet. Und der dritte Baustein seien eben die Kernflächen. Darunter verstehe man alte Baumbestände, oft auf Sonderstandorten, wie trockenen Hängen oder feuchten Flächen, in denen zukünftig keine menschlichen Eingriffe mehr stattfinden sollen, kleine „Wildnisgebiete“, so Götz. Für den Staatswald auf Weilroder Gebiet habe das Forstamt im vergangenen Jahr etwa 20 Hektar geeigneter Flächen ausgemacht, die wie Trittsteine über die Gesamtfläche verteilt seien. Dazu habe das Forstamt Flächen herausgefiltert und begutachtet. Als Beispiel nannte er den 300 Jahre alten Eichenbestand zwischen Emmershausen und Runkelsteiner Mühle. Diesen hätte das Forstamt gerne für das Konzept zur Verfügung gestellt. Problem sei hier jedoch die Verkehrssicherheit auf der Straße und dem Weiltalweg gewesen, die dann nicht mehr gewährleistet wären. Denn in den Kernflächen solle auch stehendes Totholz verbleiben. Hier aber müssten gefährdete Bäume gefällt werden. Ein weiteres Beispiel sei der Schlosshain. Hier gebe es Besonderheiten wie alte Linden und auch Bergulmen. „Da ruht die Axt“, betonte Götz. Die so unter Schutz gestellten Flächen könnten vorrausichtlich auch als Ökokontoflächen gewertet werden, was gerade im Hinblick auf die zukünftigen Eingriffe durch die Windkraftanlagen beachtet werden müsse. Für diese Eingriffe gelte es sowohl nach Forstrecht als auch nach dem Naturschutzrecht einen Ausgleich herzustellen. „Wir binden uns auf diesen Flächen“, gab Forstamtsleiter Hans Lang zu Bedenken. Für das kommende Frühjahr sagte Götz zu, dass er eine Aufstellung geeigneter Kernflächen liefern könne.
| Foto: Stehendes Totholz ist ein ganz besonderer Lebensraum, der in den Kernflächen unter Schutz gestellt wird. Foto: S. Neugebauer |
Freitag, 24. Februar 2012
Totholz als Lebensraum erhalten; Usinger Anzeiger vom 03.11.2011
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