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Thomas Götz berichtete von der Wildkatze und ihrem Lebensraum. Zum vorsichtigen Streicheln hatte er ein ausgestopftes Exemplar mitgebracht.
Weblog der Agendagruppe Umwelt der Gemeinde Weilrod im Hochtaunuskreis
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Thomas Götz berichtete von der Wildkatze und ihrem Lebensraum. Zum vorsichtigen Streicheln hatte er ein ausgestopftes Exemplar mitgebracht.
Liebe Umweltfreunde,
am kommenden Mittwoch, 6. Juli, 19.30 Uhr wollen wir uns zu unserer
nächsten Sitzung in der Mappesmühle treffen. Auf der Tagesordnung stehen
folgende Themen:
- weitere Finanzierung für den Amphibienzaun Meerpfuhl
- Planung zum Tag der Nachhaltigkeit
- Bewerbung Umweltpreis
- Mahd Obstwiese Neuweilnau
- Rückblick auf die jüngste Sitzung des LFU (Marlis), u.a. „Praxishandbuch der Gemeinde Weilrod - Gemeindliche Grünflächen: vielfältig – artenreich – insektenfreundlich“
- Verschiedenes
Über ein Rückmeldung, wer kommt, würde ich mich freuen.
Viele Grüße
Sabine Neugebauer
| Kornrade |
Kaum einer kennt sie noch: Kornrade, Saatwucherblume, Ackerrittersporn oder Ackerlöwenmäulchen. Aufgrund der stark geänderten, intensivierten Bewirtschaftung von Äckern sind viele Ackerwildkräuter gefährdet und stehen auf der Roten Liste. Am Dienstag haben sich einige Mitglieder der Umweltgruppe im Hessenpark über Ackerwildkräuter informiert. Volker Weber, Fachbereichsleiter historische Landwirtschaft, hatte die Führung übernommen. Er erläuterte, dass von der Gesamtfläche des Hessenparks von 65 ha 15 ha landwirtschaftlich genutzt würden, allerdings etwa 13 ha als Grünland und nur 2 ha als Ackerflächen. Denn der Boden sei hier sehr schlecht. Es werde das Prinzip der Dreifelderwirtschaft angewandt. Daher liege immer ein Drittel der Ackerflächen brach, werde überwiegend mit einer Klee-Grasmischung zur Bodenverbesserung eingesät. Ein Drittel werde mit Wintergetreide bestellt, das übrige Drittel mit Sommergetreide oder Hackfrucht.
Viele der Ackerwildkräuter wie Knöterich, Hirtentäschel oder Ackerhellerkraut seien nicht gefährdet, da sie besonders im Hackfruchtanbau schwer zu bekämpfen seien. Die besonders gefährdeten Ackerwildkräuter seien die Begleiter des Getreides. Durch den Einsatz von Herbiziden (chemische Unkrautvernichtungsmittel) und verbesserte Technik seien diese Ackerwildkräuter extrem vom Aussterben bedroht. Das Hauptproblem sei der Mähdrescher, die verhindern dass die Samen der Ackerwildkräuter auf dem Acker bleiben. Früher wurden die Getreidegarben zum Trocknen aufgestellt und so konnten die Samen der Ackerwildkräuter an Ort und Stelle ausfallen. Im Bioanbau werden zwar keine Herbizide eingesetzt, aber geerntet wird ebenfalls mit Mähdreschern, so dass die gefährdeten Ackerwildkräuter auch hier Probleme haben. Hier im Hessenpark seien 32 Arten an Ackerwildkräutern über einige Jahre immer wieder ausgesät worden, aber seit zwei Jahren überlasse man die Wiederaussaat der Natur. An diesem Tag konnten die Besucher vor allem die Kornrade entdecken, aber auch die Strahlen-Breitsame. Wie Weber erläuterte seien einige Wildkräuter wie der Klatschmohn noch nicht gefährdet, da ihre Samen teilweise vor der Getreideernte ausfallen und sich die Samen schlecht aus dem Getreide reinigen lassen. Kornblumen würden von einigen Landwirten zusammen mit dem Getreide ausgesät, um das Image der Landwirtschaft zu verbessern. Viele Landwirte hätten die "gute landwirtschaftliche Praxis" verlernt, mit der man unerwünschte Wildkräuter, wie die Ackerkratzdistel ohne Herbizide minimieren könne. Es sei beispielsweise eine Frage der richtigen Bodenbearbeitung zum richtigen Zeitpunkt. Eine Ackerwildkrautfläche im Hessenpark befindet sich auf einem Baumacker. Weber erläuterte, dass der Begriff Streuobstwiesen erst in den 1970er Jahren aufgekommen sei. Früher seien die meisten Obstflächen in Dorfnähe Baumäcker gewesen, bei denen zwischen Obstbaumreihen Ackerstreifen bewirtschaftet wurden. Das sei für die Biodiversität vorteilhaft gewesen. Manche Kulturen wie Kartoffeln verbrauchten innerhalb der Anbauperiode sogar weniger Wasser als eine Wiese, da durchschnittlich weniger Blattmasse vorhanden sei.![]() |
| Im Riedelbacher Kindergarten wurden wieder Distelfalter groß gezogen und frei gelassen |
Die Umweltgruppe sorgt seit mehreren Jahren dafür, dass die Weilroder Kindergärten im Frühjahr Distelfalterraupen erhalten. So können die Kinder beobachten, wie die Raupen sich verpuppen und aus der Puppe die schönen Falter schlüpfen. Natürlich müssen die Raupen auch gefüttert werden. Und zum Schluss werden die Schmetterlinge freigelassen.
Aber auch die alten angebohrten Hölzer finden Liebhaberinnen.
Und jetzt hat die Gemeinde auf dem Spielplatz auch einen Teil der Wiese nicht abgemäht!
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| Die Heckenpflanzen in Riedelbach treiben aus. |
Liebe Umweltfreunde,
am Mittwoch, 4. Mai, 19.30 Uhr wollen wir uns zu unserer nächsten
Sitzung in der Mappesmühle treffen. Auf der Tagesordnung stehen:
- der Stand der Gruppe beim Europatag am 7. Mai, Logo
- Ergebnis Amphibienwanderung/Teich Ziegelhütte
- Ferienspiele
- Ackerwildkräuterführung im Hessenpark
- Verschiedenes (Zustand Hecke Riedelbach, Ergänzung durch
Wildstaudenpflanzung, Steinkauz-Niströhre...)
Viele Grüße
Sabine
| August 2021 |
Die Gemeinde Weilrod hat auf allen Weilroder Spielplätzen und auch anderen Orten in den Ortsteilen Insektennisthilfen aufgestellt. Leider sind da viele Dinge drin, die nicht funktionieren (z.B. Äste die angebohrt sind, die Löcher sind dann zu kurz; Holzstücke, die aufreißen, die Niströhren sind dann nicht mehr geschlossen) oder sogar kontraproduktiv sind. In den Fichtenzapfen suchen beispielsweise Ohrschlitze Unterkunft. Aber Ohrschlitze sind Räuber. Für diese etwas in Obstbäume zu hängen (z.B. Töpfe mit Stroh gefüllt) macht Sinn, denn sie vertilgen auch Läuse.
Mit der Gemeinde ist abgesprochen, dass die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod sich um die Insektenhäuser kümmern darf.
| August 2021 |
Heute haben mein Sohn und ich das Insektenhaus am Spielplatz in Riedelbach etwas modifiziert. Ich hatte schon im Herbst hohle Stängel im Garten (z.B. Taglilien, Forsythien) oder in der Natur (Disteln, Fingerhut...) gesammelt und in kleine Dosen gesteckt, in die ich vorher eine Schicht fast flüssigen Lehm eingefüllt hatte. So stecken die Röhrchen fest und sind hinten geschlossen.
Mit Hilfe von Torx 20 konnten wir die Leisten abschrauben, die den Kanichendraht festhalten. Allerdings war der Draht zusätzlich getackert, so dass wir noch eine Beißzange zu Hilfe nehmen mussten.
Dann haben wir die Fichtenzapfen raus geschmissen und durch die bestückten Dosen ersetzt.
Morgen früh, wenn die Sonne drauf scheint, schaue ich mal, ob die neuen Nisthilfen angenommen werden. Heute Morgen waren schon einige Wildbienen auf der Suche.
Es ist noch mehr Platz, ich werde weiter sammeln. Und dann gibt es noch die anderen Insektenhotels in Weilrod....
Sabine N.
Farbenfroh gekleidete Steppkes versammelten sich am Dienstagmorgen auf dem Parkplatz an der Ziegelhütte bei Rod an der Weil. Die Waldmäuse der Riedelbacher Kindertagesstätte „Löwenzahn“ wurden hier von ihren Eltern abgeliefert und von der Leiterin des Kindergartens Andrea Heuser sowie den Erzieherinnen Fatou Fatajo und Stephanie Härich in Empfang genommen. Denn auf dem „Stundenplan“ stand die Rettung von Erdkröten. Hier am Amphibienzaun, den die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Weilrod Ende Februar aufgestellt hatte, wartete auch schon Eva Holdefer von der Umweltgruppe. Gemeinsam mit den Kindern wollte sie die Fangeimer kontrollieren und die Kröten dann an den Teichen der Ziegelhütte wieder frei lassen. Und sie hatten Glück. Nach der regnerischen Nacht und frostfreien Temperaturen fanden sich in den Eimern immerhin acht Kröten und ein Molch. Holdefer zeigte den Kindern die schönen goldenen Augen der Kröten, erklärte warum die Kröten über die Straße wollen und warum sich die Männchen auf den Rücken der Weibchen festklammern: „Die Jungs haben Angst, dass sie sonst kein Mädchen mehr abkommen“. Und sie führte auch vor, dass die Erdkrötenmännchen fiepen, wenn sie am Rücken berührt werden. Das solle heißen: „Ich bin auch ein Männchen, du brauchst dich bei mir nicht festklammern“. Glücklich beobachteten die Kinder dann, wie die Kröten im Wasser verschwanden und abtauchten. In der diesjährigen Amphibienwanderzeit haben die Mitglieder der Umweltgruppe bisher an der Ziegelhütte rund 250 Erdkröten, einige Frösche und Molche über die Straße getragen, im Bereich der Emmershäuser Hütte waren es bisher etwa 600 Kröten und bei Gemünden etwa 450 Kröten und 45 Molche.
Wir wollen gerne auf unserer Obstwiese am Ortsrand von Neuweilnau weitere Nistangebote für Wildbienen herstellen: ein Sandarium und eine Lehmwand. Mit diesem Projekt haben wir uns bei der Umweltlotterie GENAU beworben. Ein Sandarium habe ich bei einem Besuch in Frankfurt in der Nord-Ost-Ecke des Hauptfriedhofs gefunden:
Viele Wildbienenarten nisten im Boden, Sandflächen oder auch Lehmwänden. Eine Kolonie gibt es in Wiesbaden. Jetzt Ende März flogen dort die Bienen zu ihrem Hochzeitsflug. Die Männchen waren zuerst geschlüpft und warteten jetzt an den Ausgängen der Röhren auf die Weibchen und überfielen sie geradezu zur Paarung.