Hecke am Spielplatz DGH Riedelbach
Der Spielplatz am Riedelbacher
Dorfgemeinschaftshaus liegt dicht an der viel befahrenen Bundesstraße
275. Er ist nur durch einen Holzzaun und einige Meter Wiese von ihr
getrennt. Früher wuchs eine Hecke aus einheimischen Sträuchern
entlang des Zaunes. Es sind nur noch einige Relikte davon vorhanden.
Die Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21
Weilrod plant, hier wieder eine frei wachsende Hecke, zwei bis
dreireihig, zu pflanzen. Folgende Straucharten kommen hier in Frage:
- Berberis vulgaris (Sauerdorn), wertvoll
als Vogelschutz, -nähr und -nistgehölz, wichtige Insektenweide,
z.B. für Distelfalter, Baumhummel und Schwebfliegen
- Conus mas (Kornelkirsche), wichtiges
Insektennährgehölz, sehr früh blühend, Vogelnährgehölz
- Cornus sanguinea (Hartriegel), Früchte
roh schwach giftig, gutes Bienen- und Vogelnährgehölz
- Corylus avellana (Haselnuss), wichtige
Bienenweide, Nüsse für heimische Vogel- und Kleinsäugerarten
- Crataegus monogyna (Weißdorn), wertvolle
Futterpflanze für viel heimische Kleinsäuger, Vogel- und
Falterarten, die nektarreichen Blüten werden von 60 heimischen
Falterarten besucht
- Ligustrum vulgare (Liguster), Früchte
schwach giftig, Insektenfutterpflanze
- Lonicera xylosteum (Heckenkirsche),
Früchte schwach giftig, aber Futterpflanze des kleinen Eisvogels,
für Raupe des Hummelschwärmers, Blüten für Nachtschmetterlinge,
Früchte Vogelnahrung
- Ribes uva-crispa (Stachelbeere), Blüten
produzieren reichlich Nektar, Vogelnährgehölz
- Rosa arvensis (Feld-Rose), gutes
Vogelschutzgehölz
- Rosa canina (Hunds-Rose),
Vogelnährgehölz, Blüten werden von Insekten wegen des Pollens
besucht
- Rosa rubiginosa (Wein-Rose),
Vogelschutzgehölz
- Sambucus nigra (Holunder), Früchte roh
leicht giftig, Nahrung für Raupen vieler Falterarten, gute Bienen
und Insektenweide, Vogelnährgehölz
- Viburnum lantana (Wolliger Schneeball),
Früchte evtl. leicht giftig, Blüten werden von vielen Insektenarten
besucht, Vogelnährgehölz
Auf Sträucher mit stark giftigen Früchten wie
Euonymus europaea, (Pfaffenhütchen) muss hier aufgrund der Nähe zum Spielplatz verzichtet
werden.
Im Bereich am Dorfgemeinschaftshaus soll
auch ein blütenreicher Staudensaum entwickelt werden mit Arten wie:
- Wirbeldost, Hundszunge, Wegwarte, Wilde
Möhre, Natternkopf, Labkräuter, Wiesenstorchschnabel, Hufeisenklee,
Fette Henne, Witwenblume, Margerite, Hornklee, Moschus-Malve, Echter
Dost, Habichtskraut, Seifenkraut, Kronwicke, Rote Lichtnelke,
Rainfarn, Beinwell, Thymian…
In der Hecke sollen Lesesteinhaufen und
Totholzhaufen als weitere Biotopelemente dienen.
Eine Schautafel zu
den Gehölzen kann über deren ökologischen Wert aufklären. Ein Wildbienenhaus kann das Angebot ergänzen. Die Kinder können hier in
einer geschützten Umgebung Pflanzen und Tiere der Heimat beobachten
und kennenlernen.
Die Länge der Hecke entlang des Zauns
beträgt etwa 60 Meter, plus etwa 10 Meter auf dem Hang zwischen den
beiden Ebenen des Spielplatzes. Insgesamt können etwa 250 Sträucher
gepflanzt werden.
Um die Pflanzen für die Hecke zu finanzieren ist eine Crowdfundingaktion gestartet: https://gofund.me/d9220ec2 . Aber es sind auch Überweisungen auf das nebenstehende Konto möglich. Spendenquittungen können ausgestellt werden.
Pflege:
Die Pflege der Hecke erfolgt durch
auslichten alle drei bis vier Jahre, alle sieben bis zehn Jahre kann
abschnittsweise auf den Stock gesetzt werden. Der Staudensaum kann
einmal im Jahr im späten Herbst, besser im zeitigen Frühjahr gemäht
werden.